Retinale Gefäßverschlüsse stellen nach der diabetischen Retinopathie die häufigste Form
von vaskulären Erkrankungen der Netzhaut dar. Dennoch basieren Therapie und diagnostisches
Vorgehen zur Ursachenabklärung bei venösen und arteriellen Netzhautgefäßverschlüssen
bis heute nicht auf einheitlichen Richtlinien.
Der Kurs soll einen aktuellen Überblick über das vermitteln, was an therapeutischen
Maßnahmen möglich ist und gleichzeitig ein vernünftiges, alltagstaugliches Konzept für
das „Management“ von Patienten mit retinalen Gefäßverschlüssen vorstellen.
Dabei werden neben Themen wie Hämodilution, Einsatz von fibrinolytisch wirksamen
Substanzen, Antikoagulantien und Thrombozyten-aggregationshemmern auch verschiedene
chirurgische Therapieansätze ausführlich behandelt.
Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Systematik der Auswahl sinnvoller diagnostischer
Maßnahmen, mit der die multifaktorielle Genese der Netzhautgefäßverschlüsse im individuellen
Fall berücksichtigt werden kann. |