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Abstract

SO.06.03

Korneale Quervernetzung – klinische Aspekte

Seiler T.
Institut für Refraktive und Okuloplastische Chirurgie, Zürich/CH

Dresdener Arbeitsgruppen haben sowohl die Machbarkeit der Quervernetzung als auch die Langzeitstabilität der Biomechanik der Hornhaut nach Quervernetzung gezeigt. Zur wissenschaftlichen Akzeptanz sind allerdings noch Daten über Effizienz und Sicherheit des Verfahrens notwendig, die in prospektiven Studien erstellt werden müssen. Auch liegen noch keine Empfehlungen bezüglich Indikationen und Kontraindikationen vor.
In einer multizentrischen europäischen Studie (15 Standpunkte) wurden 300 Patienten mit nachgewiesener progressiver Keratektasie aufgenommen, bei denen nur das weiter fortgeschrittene Auge nach dem Dresdener/Züricher Protokoll behandelt wurde. In einer ähnlichen Studie in Australien wurde das zu behandelnde Auge randomisiert festgelegt. Die nun vorliegenden 1 Jahres-Daten zeigen eine frühpostoperative Komplikationsrate von weniger als 0,5%. Bereits im ersten Jahr findet eine optische Homogenisierung der Hornhaut statt, nachgewiesen durch eine signifikante Reduktion der Keratokonusindizes.
Noch nicht geklärt ist die Frage ob eine Abrasio corneae tatsächlich notwendig ist um eine genügend hohe Riboflavinkonzentration im Stroma zu gewährleisten. Erste klinische Daten deuten darauf hin, dass ein biomechanischer Effekt auch ohne Abrasio möglich ist. Vermessung der Biomechanik (ORA, Reichert) ebenso wie die konfokale Mikroskopie zeigen jedoch einen deutlich schwächeren Effekt.

 
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