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Abstract

SA.05.10

Therapeutische Optionen bei Limbusstammzelldysfunktion

Reinhard T.
Universitäts-Augenklinik Freiburg

Auf der Basis des Limbusstammzellkonzepts wurde in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von Hornhaut- und Bindehauterkrankungen neu klassifiziert. Zwei große Gruppen von Limbusstammzellerkrankungen können unterschieden werden: 1. Erkrankungen, bei denen die Limbusstammzellen fehlen (beispielsweise Sklerokornea, kongenitale Aniridie, nach Verätzung, bei immunologischen Erkrankungen); 2. Erkrankungen, bei denen eine Dysfunktion der Limbusstammzellen (beipielsweise epitheliale Hornhautdystrophien, Salzmannsche Knoten, Pterygium) vorliegt.
Für Patienten, bei denen die Limbusstammzellen einseitig partiell oder vollständig fehlen, stehen als therapeutische Maßnahmen in erster Linie autologe lamelläre Limbusstammzelltransplantationen oder eine Transplantation von Limbusstammzellen nach Ex-vivo-Expansion auf Amnion oder alternativen Trägern zur Verfügung. Die Stammzellen werden hierzu vom gesunden Auge in begrenzter Menge entnommen. Bei beidseitigem Befall kommt nur eine homologe Limbusstammzelltransplantation mit oder ohne Keratoplastik infrage.
Liegt eine Dysfunktion der Limbusstammzellen vor, so kommen sehr unterschiedliche Maßnahmen zur Anwendung, beispielsweise eine PTK bei der epithelialen Basalmembrandystrophie, eine Abtragung bei Salzmann Knoten, eine Exzision und Transplantation von freier Bindehaut beim Pterygium. Bei vielen Patienten mit einer Fehlfunktion der Limbusstammzellen dürfte letztlich nur eine homologe Transplantation von Limbusstammzellen kurativ sein. Hiermit liegen bislang allerdings nur bei der bröckligen und gittrigen Dystrophie Erfahrungen vor.

 
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