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Abstract

SA.27.06

Altersabhängige Veränderungen von okulären Aberrationen und deren Bedeutung für die Intraokularlinsen- und Excimerlaserchirurgie

Holzer M. P., Sanchez M. J., Goebels S., Ehmer A., Auffarth G. U.
International Vision Correction Research Centre (IVCRC), Universitäts-Augenklinik Heidelberg

Ziel: Ziel der Untersuchungen war es, korneale, totale und interne Aberrationen des menschlichen Auges zu messen, Alterskorrelationen zu erstellen und mit derzeit verfügbaren aberrationskorrigierenden Intraokularlinsen (IOL) zu vergleichen.
Methode: In 140 Augen 140 gesunder Probanden wurden jeweils 3 Messungen mit dem OPD Scan (Nidek, Japan) durchgeführt und Refraktion, Topographie sowie Wellenfrontfehler der Augen erhoben. Totale, korneale und interne Aberrationen (Zernike) wurden für eine 5 mm Pupillengrösse berechnet und mit dem Patientenalter korreliert. In einem weiteren Schritt wurden die derzeit verfügbaren aberrationskorrigierenden asphärischen IOLs auf entsprechende Korrekturwerte hin analysiert und mit den gemessenen Werten der verschiedenen Altersgruppen verglichen.
Ergebnisse: 6 Lebensdekaden-Gruppen wurden gebildet (Spanne 17 bis 77 Jahre). Die Sehschärfe war bei allen Probanden bestkorrigiert mindestens 0,8 und es lagen keine Pathologien am Auge vor. Bezüglich der Aberrationen zeigte sich, dass Veränderungen in der Verteilung und Höhe in verschiedenen Altersgruppen auftreten: Totale sphärische Aberrationen (Z12) nahmen mit zunehmendem Alter von im Mittel 0,014 µm auf bis zu 0,084 µm zu. Die Werte für die kornealen Z12 lagen zwischen 0,119 und 0,143 µm. Die Korrekturfaktoren der verschiedenen IOLs liegen zwischen 0,2 und 0,27 µm, so dass nach IOL Implantation ein Zielwert von 0 bzw. leicht negativ für Z12 erzielt werden kann.
Schlussfolgerungen: Da mit zunehmendem Alter Veränderungen der okulären Aberrationen auftreten, sollten diese im Rahmen von IOL Eingriffen zur Optimierung der Visusqualität berücksichtigt werden. Die zur Verfügung stehenden IOLs bieten leicht unterschiedliche Korrekturfaktoren, welche beachtet werden sollten. Für eine optimale optische Qualität nach IOL Implantation ist ausserdem die korrekte Position der IOL im Auge sowie die Vermeidung von Nachstar und Kapselfibrose bedeutend. Bei Planung von Excimer Laser OPs sollte die wellenfrontgeführte Behandlung basierend auf kornealen oder totalen Wellenfrontwerten insbesondere auch im Hinblick auf eine spätere IOL Implanation gegeneinander gründlich abgewogen werden.

 
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