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105. DOG-Kongress Home
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AbstractDO.12.04 Bedeutung der vektoriellen Retraktorenchirurgie für die Korrektur von Fehlstellungen des medialen Lidwinkels Gündisch O., Pfeiffer M. J. Augenklinik Herzog Carl Theodor, München Ziel: Um bei der Operation des senilen Ektropiums Rezidive und persistierende Epiphora zu vermeiden, ist die Korrektur der Fehlstellung des medialen Lidwinkels von besonderer Bedeutung. Dafür ist es notwendig das Punktum im dreidimensionalen Raum entsprechend von drei Vektoren; nach medial, nach posterior und nach kranial zu verlagern. Es wurden retrospektiv unsere Ektropiumfälle von 2000-2007 analysiert Methode: Neben einer horizontalen Lidstraffung durch eine laterale Lidbandplastik, wurde die Eversio puncti lacrimalis über eine transkonjunktivale Vorverlagerung der Retraktoren und invertierenden Nahtfixation korrigiert. Über die gleiche Naht wurde die Orbikularisschicht nach oben verlagert, um damit die invertierende Wirkung auf die Lidkante zu verstärken. Das Besondere an unserer Operationstechnik ist, daß alle drei Vektorrichtungen (nach medial, nach posterior und nach kranial), welche die Position der Lidkante im dreidimensionalen Raum bestimmen, korrigiert werden können. Bei komplizierten Fällen mit sekundärem Hautmangel und/oder Lidranddeformität wurden außerdem freie Transplantate eingesetzt bzw. ein reshaping durchgeführt Ergebnisse: Es wurden 804 Ektropiumfälle operiert. Bei 12% der korrigierten Fälle war eine horizontale Lidlaxizität kausal und wurde durch eine Kanthoplastik versorgt. Bei 88% der operierten Lider war eine zusätzliche invertierende Retraktorfixation notwendig. In fast einem 1/3 der Fälle wurde präoperativ ein Hautmangel festgestellt, welcher durch Einsetzen eines freien Transplantates korrigiert wurde. Schlussfolgerungen: Eine alleinige Korrektur durch eine horizontale Kürzung ist nur in 12% der von uns untersuchten Ektropiumfälle ausreichend. In fast 90% der Fälle ist ein invertierender Eingriff im medialen Winkel notwendig um eine gute Punctumstellung zu erreichen. Ein Hautmangel war bei 30% unserer Fälle nachweisbar. Auch ein minimaler Hautmangel unterhalb des Tränenpünktchens kann für ein Rezidiv nach zunächst erfolgreicher Ektropiumoperation führen und sollte möglichst durch ein Hauttransplantat korrigiert werden.
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