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Abstract

SO.12.08

Vergrößerte Aderhautdicke bei Patienten mit einem chronischen Tinnitus, gemessen mittels hochfrequentem Ultraschall (TIMUG-Eye-Analyzer der Firma TIMUG e.V.)

Erb C.1,2, Rüfer F.1, Eichler B.1, Mengedoht K.3
1Augenklinik der Medizinische Hochschule Hannover; 2Augenabteilung der Schlosspark-Klinik, Berlin, 3TIMUG e.V.

Ziel: Ziel der Studie war die Untersuchung der Aderhautdicke bei Patienten mit einem chronischen Tinnitus.
Methode: Alle Patienten und Kontrollpersonen wurden augenärztlich untersucht: morphologischer Status, Visus, Refraktion, Augeninnendruck, Cup-Disk-Ratio. Die Bestimmung der Aderhautdicke erfolgte mit dem TIMUG-EYE-ANALYZER der Firma TIMUG, Bonn. Die statistische Analyse erfolgte mit dem Mann-Whitney-U-Test.
Ergebnisse: Es wurden 25 Patienten mit einem chronischen Tinnitus (m:w=12:13, Durchschnittsalter =48±15 Jahre) mit 25 altersentsprechenden Normalprobanden (m:w=11:14, Durchschnittsalter=48±15 Jahre) verglichen. Die ophthalmologischen Untersuchungen waren bei allen Patienten und Kontrollen unauffällig und unterschieden sich statistisch nicht voneinander. Die Tinnitus-Patienten hatten eine signifikant dickere Aderhaut als die Kontrollpersonen (Median±mittlere absolute Abweichung [µm]=150±20 versus 120±15, p=0,033).
Schlussfolgerungen: Die verdickte Aderhaut könnte ein Hinweis auf eine generelle vaskuläre Regulationsstörung bei chronischem Tinnitus sein. Da in früheren Studien Patienten mit einem chronischen Tinnitus erworbene Farbsinnstörungen zeigten (Schulze, 2006), könnten diese im Rahmen der hier nachgewiesenen Aderhaut-Perfusionsstörungen einhergehen.

 
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