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AbstractSO.15.10 Travoprost beeinflusst die Biomechanik der Lamina cribrosa bei Glaukom-induzierten Ratten Schmidt K.-G.1, Spörl E.1, Bergert H.2, Saeger H. D.2, Funk R. H. W.3 1Augenklinik, 2Zentrum für Chirurgie, 3Anatomisches Institut, Universität Dresden Ziel: Veränderungen der Biomechanik der Lamina cribrosa (LC) gelten als Risikofaktor für die Progression des primären Offenwinkelglaukoms (POWG). Diese Veränderungen der LC wurden an POWG-induzierten Ratten nach Gabe von Travoprost (Travatan®) untersucht. Methode: POWG wurde bei 39 Wistar Ratten durch Kannulierung der Vorderkammer und Anhebung des Augeninnendruckes durch eine Wassersäule in einem Auge erzeugt. Die Kontrolluntersuchungen (Vehikel) wurden an 25 gematchten Ratten ohne POWG-Induktion durchgeführt. Die Ratten erhielten entweder Travoprost oder das Vehikel 1x/Tag. Die Ratten wurden 8 Wochen nach POWG-Induktion getötet. Von jedem Auge wurden 2 Streifen (Breite: 1 mm) mit LC präpariert. Die Spannungs-Dehnungskurven wurden im Bereich von 0,02 - 6 Megapascal (MPa) gemessen. Ergebnisse: Die Spannung der LC ist in den POWG-Augen der Ratten im Vergleich zur gesunden Kontrollgruppe reduziert, ein Effekt der in den Travoprost behandelten Augen noch deutlicher ausfiel. Bei einer Dehnung von 10% (Mittelwerte ± SD) war die Spannung der LC in den POWG-Augen (5,58±2,45 MPa) reduziert, erreichte aber im Verhältnis zur Kontrollgruppe (6,67±3,10 MPa) keine statistische Signifikanz (P=0,147). Beim Vergleich mit den Vehikel-behandelten POWG-Augen, war die Spannung der LC der Travoprost-behandelten POWG-Augen (4,0±2,3 MPa) signifikant (P=0,0064) reduziert, ein Effekt, der sich auch in den Travoprost-behandelten Augen ohne POWG (5,0±1,5 MPa) im Vergleich mit den Vehikel-behandelten Augen ohne POWG (6,67±3,10 MPa; P=0,0027) nachweisen lies. Schlussfolgerungen: Diese Studie zeigt eine Festigkeitsabnahme der LC von Rattenaugen nach POWG-Induktion sowie eine ausgeprägtere Festigkeitsabnahme der LC nach Gabe von Travoprost. Eine Abnahme der Festigkeit der LC führt zu einer Reduktion des mechanischen Stresses und stellt somit einem möglichen Schutzmechanismus für das Überleben von Astrozyten und retinalen Ganglionzellen bei dieser progressiven Optikoneuropathie dar, ein Effekt der durch Travoprost verstärkt wirkt.
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