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Abstract

SO.07.02

Schweres Silikonöl Densiron 68® als Langzeitendotamponade bei primärer Vitrektomie

Heimann H., Stappler T., Wong D.
Royal Liverpool University Hospital

Ziel: Das Ziel ist die Evaluation des klinischen Einsatzes von Densiron 68® bei der primären Vitrektomie komplexer vitreoretinaler Fälle mit inferiorer Pathologie.
Methode: Wir präsentieren eine prospektive, interventionelle und nicht-komparative Studie an 45 Augen von 45 Patienten über einen Zeitraum zwischen Januar 2004 und August 2006. Als primärer Endpunkt wurde die anatomische Wiederanlage der Netzhaut betrachtet, definiert als komplette Netzhautwiederanlage ohne Tamponade. Sekundär wurden auch Sehschärfe sowie mögliche Komplikationen dokumentiert. Einschlusskriterien waren: proliferative vitreoretinopathie (PVR), Netzhautablösungen, die posterioren oder inferioren Netzhautlöchern entstammen, sowie die mangelnde Fähigkeit einiger Patienten zur Lagerung. Bei PVR wurden auch superiore NH-Löcher eingeschlossen. Daten wurden an mindestens 8 verschiedenen Zeitpunkten gesammelt: Indikation, HSO-OP, 1 Woche und ein Monat post-op, HSO-Ölentfernung, sowie 1 Woche, 1 und 3 Monate post-op.
Ergebnisse: Das mittlere Patientenalter war 58,9 (±16,7) Jahre; (m:w=23:22), (R:L=26:19) Indikationen bestanden aus NH-Löchern der unteren Zirkumferenz in 34 Fällen (1-6 NH-Löcher), PVR bestand in 23 Fällen; es gab ferner 3 Trauma-Fälle und 3 RPE-Patch-Grafts. Die Ausdehnung der Amotiones ging über 2,09 Quadranten (±1,13), in 23 (51,1%) der Fälle einschließlich Makulabeteiligung. 75% der Löcher befanden sich unterhalb von 10-2 Uhr, die Mehrheit befand sich bei 6 Uhr. Die primäre Erfolgsrate war 80% (36 Patienten), die finale Erfolgsrate stieg auf 91% (41 Patienten). Die Sehstärke erholte sich von 1,15 LogMar (±0,94) auf 0,62 (±0,53, p=0,002). Densiron wurde nach 140 Tagen (±39) wieder entfernt (range:46-228).
Schlussfolgerungen: Zur Zeit gibt es keine „ideale“ Tamponade, welche gleichzeitig sowohl für die obere als auch für die untere Netzhautzirkumferenz geeignet ist. Schweres Silikonöl, das „zu Boden sinkt“ ist somit eine willkommene Erweiterung im Repertoire des Netzhautchirurgen.

 
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