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Abstract

SA.08.09

Konfokale Laser-Scanning-Mikroskopie der Hornhaut zum Screening des Pseudoexfoliationssyndroms

Meinhardt B., Guthoff R., Geerling G.
Augenklinik und Poliklinik, Universität Würzburg, Würzburg

Ziel: Die Diagnose Pseudoexfoliations (PEX)-Syndrom spielt im Hinblick auf die Prognose von Offenwinkelglaukomen und die Prädisposition von intraoperativen Komplikationen bei der Kataraktchirurgie eine bedeutende Rolle. Bei klinisch unauffälligen Augen wurde PEX-Material ex-vivo elektronenmikroskopisch gefunden. Wir untersuchten, ob sich Pseudoexfoliationsmaterial am Hornhautendothel konfokalmikroskopisch in-vivo nachweisen lässt.
Methode: Untersucht wurden 16 Patienten, die charakteristisches PEX-Material spaltlampenmikroskopisch ausschließlich auf der vorderen Linsenkapsel und dem Pupillarsaum aufwiesen. Konfokalmikroskopisch (Rostock Cornea Modul, HRT II (Heidelberg Engineering)) wurde das Hornhautendothel in Hinblick auf abgelagertes PEX-Material untersucht.
Ergebnisse: Das mittlere Alter der Patienten betrug 78±6,4 Jahre. Bei 90,9 Prozent war ein Glaukom vorbeschrieben. Bei klinisch manifestem PEX konnte meist hochreflektives extrazelluläres Material konfokalmikroskopisch am Hornhautendothel in-vivo nachgewiesen werden. Dies galt häufig auch für inapparente Partneraugen. Das hochreflektive Material stellte sich granulös, meist kugelförmig und unregelmäßig begrenzt dar. Außerdem fanden sich deutliche Unterschiede in der Größenausdehnung der Befunde. Bei 65,5 Prozent der untersuchten Augen zeigte sich eher wenig hochreflektives Material von durchschnittlich 5,7µm (±2,7µm) Längsdurchmesser, bei 27,6 Prozent mittelgroße Ablagerungen von durchschnittlich 23,5µm (±5,9µm) und bei zwei Augen ein sehr großer Befund von im Mittel 76,5µm (±37,4µm).
Schlussfolgerungen: Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich bei dem hochreflektiven extrazellulären Material am Hornhautendothel um Pseudoexfoliationen. Somit könnte die Konfokale Laser-Scanning-Mikroskopie zum Screening des Pseudoexfoliationssyndroms, auch bei spaltlampenmikroskopisch inapparenten Befunden, genutzt werden.

 
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