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Abstract

SO.15.09

Hornhautdickenunabhängige Methoden der Messung des Augeninnendruckes

Hager A., Loge K., Füllhas M. O., Schroeder B., Wiegand W.
Augenabteilung, Asklepios Klinik Nord/Heidberg, Hamburg

Ziel: Mit der dynamischen Konturtonometrie (DCT) existiert seit kurzem ein Verfahren, das eine Messung des intraokularen Druckes (IOP) unabhängig von der zentralen Hornhautdicke (CCT) ermöglicht. Die Handhabung des DCT erfordert Übung und ist aufwändig, so dass mögliche Alternativen gefragt sind. Hierzu bietet sich die IOP-Messung mit dem Ocular Response Analyzer (ORA) an, mit dem sowohl der NCT (Non-contact Tonometrie) als auch ein corneal kompensierter IOP (IOPcc) aufgrund der Messung der Cornealen Hysterese (CH) ermittelt werden kann.
Methode: ORA erlaubt die Messung mechanischer Hornhauteigenschaften mittels eines druckluftgesteuerten, dynamischen, bidirektionalen Applanationsverfahrens. Die Differenz zwischen den Druckwerten der Applanationspunkte bei der Einwärts(AP1)- und Auswärts(AP2)-Bewegung wird als CH bezeichnet. Bei 66 normalen und 203 Glaukomaugen wurde zunächst mit dem ORA der NCT und IOPcc bestimmt. Im Anschluß erfolgte die Messung mit GAT sowie DCT. Die Druckwerte wurden in Abhängigkeit von der CCT analysiert. Die Druckwerte für AP1 und AP2 werden bestimmt und in Relation zu den Abweichungen von IOPcc und DCT gesetzt.
Ergebnisse: Die CCT ist in beiden Gruppen gleich. Die Mittelwerte (±Stabw.) betrugen: IOPcc 18,43±6,2 mmHg, NCT 17,76±5,6 mmHg, GAT 14,63±4,4 mmHg, DCT 15,12±3,9 mmHg, CH 10,1±2,8 mmHg und CCT 554±43µm.Während bei der GAT eine positive Korrelation zwischen den gemessenem IOP und der CCT besteht, sind sowohl die DCT-Werte als auch die IOPcc-Werte unabhängig von der CCT. Beide Werte sind jedoch in der Bland-Altmann Analyse nicht identisch (p<0.01). Auf der Basis einer Regressionsanalyse wird ein Korrekturfaktor für die Normal- und Glaukompatienten ermittelt, der es gestattet, die mit dem ORA gemessenen Werte in die DCT-Werte zu überführen.
Schlussfolgerungen: Mithilfe des ermittelten Korrekturfaktors ist es möglich mit dem ORA CCT-unabhängige IOP zu messen, die dem DCT entsprechen. Der Vorteil dieses Verfahrens liegt in der wesentlich einfacheren Handhabung des ORA als Non-Kontaktverfahren und der Angabe der CH.

 
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