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AbstractFR.18.01 Zapfendystrophien ist das multifokale ERG oder die quantifizierte OCT-Analyse besser zur Diagnosestellung? Fleischhauer J.1, Barthelmes D.1, Sutter F.2, Niemeyer G.2, Wildberger H.2, Helbig H.3 1Augenklinik Inselspital Bern, Schweiz, 2Augenklinik, Universitätsspital Zürich, Schweiz, 3Augenklinik, Universitätsklinikum, Regensburg, Deutschland Ziel: Evaluation der Sensitivität von quantifizierten (q)OCT Bilder und multifokalen (mf)ERG Registrierungen als zusätzliche Tests zur Diagnose von Zapfendystrophien (ZD) im Vergleich zum Ganzfeld (gf)ERG. Methode: Vergleich von 43 Patienten mit ZD und 53 Kontrollen. Die Basisuntersuchung beinhaltete: gfERG (ISCEV Protokoll), bestkorrigierter Visus (BCVA), Spaltlampenuntersuchung. Patienten mit ZD wurden aufgrund des gfERG Befundes (subnormal, mittlere und schwere Funktionsstörung) in 3 Gruppen eingeteilt. OCT Bilder (Zeiss Stratus OCT 3) wurden mittels Berechnung von Dichteprofilen des reflektierten Lichtes quantifiziert (Pigmentepithel nach Glaskörperseite). Bei jedem Patienten wurden diese longitudinalen Reflektivitätsprofile (LRP), welche durch die Fovea gelegt wurden, aus 20 OCT Scans berechnet. LRPs wurden gemittelt und Intensitätsspitzen der Reflektivität quantitativ analysiert (Netzhautdicke, Distanzen zwischen den verschiedenen Netzhautschichten). 61 Hexagon zählende mfERG Aufnahmen wurden durchgeführt (Veris). Die Signalamplituden und Latenzzeiten für P1 wurden für das zentrale Hexagon und den 2. Hexagonring bestimmt. Abnorme Werte (qOCT und mfERG) wurden definiert als eine Abweichung grösser als 2 Standardabweichungen vom Mittelwert der Kontrollen. Die Sensitivität von qOCT und mfERG für pathologische Werte wurden mit derjenigen des gfERGs verglichen. Ergebnisse: Die qOCT Werte zeigten signifikante und charakteristische Veränderungen der LRPs (ELM, Schicht der Photorezeptor Innen- und Aussensegmente) bei allen ZD Patienten. Die Netzhautdicke war bei Patienten mit milder Erkrankung nicht verändert, für beide andere Gruppen signifikant vermindert. Die mfERG Registrierungen zeigten Pathologien in 72% (31/43) der Patienten. Alle Patienten mit falsch negativem mfERG litten an milden Erkrankungen. Schlussfolgerungen: Die quantitative OCT Analyse hilft bei der Diagnosestellung von Patienten mit ZD, insbesondere bei milden Verläufen, während das mfERG nicht so sensitiv ist. Bei milden Formen von ZD sollte die qOCT Untersuchung als zusätzlicher Test gewählt werden.
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