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Abstract

DO.03.02

Visus und Kontrastempfindlichkeit nach Katarakt-Operation mit Implantation einer aberrationskorrigierten (Acri.Smart 46LC) vs. aberrationskorrigierenden (Acri.Smart 36A) Hinterkammerlinse: Erste Ergebnisse

Meiller R., Horn F. K., Kruse F. E.
Augenklinik mit Poliklinik, Universitätsklinikum Erlangen

Ziel: Vergleich der Kontrast- und Blendungsempfindlichkeit nach Implantation einer Hinterkammerlinse mit asphärischem (korrigiert die sphärische Aberration der IOL) und optimiertem asphärischem Design (kompensiert zusätzlich die sphärische Aberration der Hornhaut).
Methode: Bei 11 Patienten (58 – 76 Jahre, 8 weiblich und 3 männlich) erfolgte im Abstand von 3 – 12 Wochen beidseits eine standardisierte Phakoemulsifikation in Kleinschnitttechnik (ein Operateur). Nach Randomisierung wurde in das eine Auge eine aberrationskorrigierte (Acri.Smart 46LC; Acri.Tec AG, Hennigsdorf, Deutschland), in das andere eine aberrationskorrigierende (Acri.Smart 36A) Hinterkammerlinse implantiert (+17,5 bis +25,5 dpt). Ausschlusskriterien waren andere okuläre Erkrankungen, vorangegangene Augenoperationen, topografischer Astigmatismus >1,5 dpt, Hornhaut-Endothelzellzahl <1200 mm2. Nach einem Nachbeobachtungszeitraum von im Mittel 20,3±8,7 Wochen wurden u.a. folgende Parameter erhoben: Bestkorrigierter Fernvisus (Snellen), photopische (85 cd/mm2) und mesopische (3 cd/mm2) Pupillenweite (selbst entwickeltes Videosystem mit Ganzfeld-Beleuchtung) sowie Kontrastempfindlichkeit (K.E.) bei den Ortsfrequenzen 1.5, 3, 6, 12 und 18 cpd unter mesopischen und photopischen Bedingungen, jeweils mit und ohne Blendung (Optec 6500, Stereo Optical Company Inc., Chicago, USA).
Ergebnisse: Es traten keine intra- oder postoperativen Komplikationen auf. Der mittlere postoperative bestkorrigierte Visus war 0,97±0,16 (36A) und 1,01±0,14 (46LC) (p=0,53). Die mittlere Pupillenweite betrug bei beiden Augen 2,6 mm (85 cd/mm2) bzw. 4,2 mm (3 cd/mm2). Die Acri.Smart 36A wies unter photopischen Bedingungen bei 6 cpd eine zumindest tendenziell bessere K.E. auf (p=0,053). Bei keiner der anderen getesteten Ortsfrequenzen bzw. Beleuchtungsbedingungen unterschied sich die K.E. zwischen beiden Linsentypen signifikant.
Schlussfolgerungen: Unter photopischen Bedingungen ist die Kontrastempfindlichkeit bei der aberrationskorrigierenden IOL Acri.Smart 36A im Vergleich zur aberrationskorrigierten Acri.Smart 46LC tendenziell besser.

 
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