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Abstract

P 014

Messung der zentralen Netzhautdicke mittels HD-OCT im Vergleich zum Stratus-OCT® bei Gesunden und Glaukompatienten

Hirn C., Aue A., Geitzenauer W., Leydolt C., Schmidt-Erfurth U., Vass C.
Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie, Medizinische Universität Wien

Ziel: Mittels hoch auflösender, schnell scannender dreidimensionaler optischer Kohärenztomographie (HD-OCT) können einzelne Netzhautschichten dargestellt werden. Ziel war die Messung der zentralen Netzhautdicke mittels Stratus-OCT® im Vergleich zum HD-OCT unter Verwendung eines neu entwickelten Algorithmus zur automatischen Detektierung und Quantifizierung der Netzhautschichten.
Methode: Bei gesunde Probanden sowie Glaukompatienten unterschiedlicher Erkrankungsstadien wurde mittels Stratus-OCT® die mittlere Netzhautdicke bestimmt. Zusätzlich erfolgten mittels HD-OCT Rasterscans über 20°x20° in einer Auflösung von 512x128x1024 Voxel. Mit einem eigens entwickelten Programm wurden einzelne Netzhautschichten automatisch detektiert und quantifiziert. Als Netzhautdicke wurde entsprechend dem Stratus-OCT® die Distanz zwischen Membrana limitans interna und der Grenze zwischen inneren und äußeren Segmenten definiert. Im zentralen 1.5 mm Radius wurden die Scans entsprechend dem Stratus-OCT® in 5 Felder unterteilt und verglichen: zentraler 1mm Kreis (0.5mm Radius) sowie vier äußere Felder. Um die inter-scan Fluktuation des Stratus-OCT® zu reduzieren, wurde jeweils der Mittelwert aus drei Messungen verwendet. Die statistische Analyse wurde mittels gepaartem t-Test durchgeführt.
Ergebnisse: Die mittlere Netzhautdicke betrug bei Messung mittels HD-OCT im inneren Kreis 213µm und in den äußeren Feldern 277µm–292µm, bei Messung mittels Stratus-OCT® 209µm und 270µm–282µm. Die mittels HD-OCT gemessene Netzhautdicke lag durchschnittlich 4µm-13µm über den mittels Stratus-OCT® gemessenen Werten. Der Unterschied war in allen Feldern außer dem zentralen 1mm Kreis signifikant (p<0.001 bzw. p=0.211).
Schlussfolgerungen: Die Messung der zentralen Netzhautdicke mittels HD-OCT und automatisierter Segmentierung der Netzhautschichten ist möglich und liegt durchschnittlich 1.9%-4.7% über den Messungen mittels Stratus-OCT®.

 
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