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Abstract

P 001

Messungen okulärer Durchblutung mittels Color Doppler Imaging bei Kindern mit Sturge-Weber-Syndrom

Jonescu-Cuypers C. P.1,2, Harris A.2, Siesky B.2, Seitz B.1, Gatzioufas Z.1, Zion I. B.2, Neely D. E.2
1Klinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg/Saar; 2Department of Ophthalmology, Indiana University School of Medicine, Indianapolis, USA

Ziel: Das Sturge-Weber-Syndrom (SWS) ist häufig mit früh auftretendem Glaukom, ipsilateral der Gesichtshämangioms vergesellschaftet. Die genaue Genese der Entwicklung eines Glaukoms bei SWS ist nur unzureichend bekannt und schwierig therapierbar. Das Ziel dieser Studie war, die okuläre Hämodynamik bei Kindern mit Sturge-Weber assoziiertem Glaukom Glaukom, mittels der Technik der Farbduplex-Sonographie [Color Doppler Imaging (CDI)], zu untersuchen.
Methode: Prospektive Studie von 10 pädiatrischen Patienten im Alter von 5.5 Jahren (SD 4.9) mit einseitigem Sturge-Weber assoziiertem Glaukom. CDI wurde zur Messung der systolischen Spitzenflussgeschwindigkeit (PSV) und der enddiastolischen Flußgeschwindigkeit (EDV) sowie des Widerstandsindizes (RI) der A. ophthalmica (OA) und der A. centralis retinae (CRA) in den glaukomatösen Augen und den kontralateralen gesunden Augen eingesetzt. Die statistischen Auswertungen erfolgten mittels der SPSS 11.0 Software (SPSS Inc., Chicago, IL, USA).
Ergebnisse: Am Glaukom befallenen Auge betrug die OA PSV 25,45 cm/s, die OA EDV 6,65 cm/s, die CRA PSV 7,03 cm/s, die CRA EDV 1,75 cm/s, der OA RI 0,76 und der CRA RI 0,75. Am Kontroll-Auge betrug die OA PSV 26,04 cm/s, die OA EDV 7,67 cm/s, die CRA PSV 7,86 cm/s, die CRA EDV 2,33 cm/s, der OA RI 0,73 und der CRA RI 0,71. EDV in der CRA war signifikant niedriger in den glaukomatösen Augen der Kinder mit SWS (1,75 cm/s) verglichen zu den normalen kontralateralen Augen (2,33 cm/s) (p=0.035). Es wurden keine signifikanten Unterschiede bei den Messungen der OA gefunden.
Schlussfolgerungen: Die glaukomatösen Augen der untersuchten Kinder mit Sturge-Weber-Syndrom zeigten eine hämodynamische Alterierung mit reduziertem Blood Flow im Vergleich zu den gesunden Augen. Dies erhärtet pathophysiologische Konzepte zu vaskulär bedingten Einflüssen auf glaukomatöse Veränderungen beim Sturge-Weber-Syndrom.

 
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