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Abstract

SO.07.08

Subretinale Blutung – behandeln oder nicht?

Schroeder F. M., Schmidt J. C., Mennel S.
Universitäts-Augenklinik Marburg

Ziel: Bei akuten subretinalen Blutungen älterer Patienten muss diskutiert werden, ob eine Pars-plana-Vitrektomie mit Retinotomie und eine umfassende subretinale Lavage eine alternative Behandlungsmöglichkeit darstellt zu einer intravitrealen rTPA- und Gasinjektion.
Methode: Während der letzten fünf Jahre behandelten wir zehn Patienten im Alter zwischen 68 und 88 Jahren (x=76 Jahre) wegen massiver subretinaler Blutung. In allen Fällen führten wir eine Pars-plana-Vitrektomie mit gleichzeitiger Retinotomie und subretinaler Lavage durch. Neun Augen waren pseudophak mit IOL im Kapselsack; ein Auge war phak. Die Blutung war durchschnittlich 15 Tage alt (6 – 26 Tage). Vier Patienten standen unter systemischen Antikoagulation mit Marcumar®. Der postoperative Visus lag zwischen Handbewegungen und 0,05. Alle Augen erhielten eine Silikonöltamponade über die Dauer von 8 – 36 Wochen. Eine Fotodokumentation wurde prä- und postoperativ durchgeführt.
Ergebnisse: In allen Fällen konnten sowohl das Blut und auch die zumeist große CNV durch eine komplette Vitrektomie mit Säuberung der Glaskörperbasis komplett entfernt werden. Die Silikonöltamponade stellt eine visuelle Verbesserung für die meisten Patienten mit Oculus-ultimus-Situation dar durch eine Korrektur der Refraktion von +4 bis +7 Dioptrien. In neun Augen konnte das Silikonöl später entfernt werden. In diesen Fällen fanden wir einen postoperativen Visus zwischen 0,02 bis 0,05 mit einer Refraktion von -2,0 bis +1,0 Dioptrien. Das Gesichtsfeld konnte in einigen Fällen verbessert und bei allen Augen erhalten werden.
Schlussfolgerungen: Bei Augen mit massiver subretinaler Blutung kann ein Gebrauchsvisus durch erfolgreiche Pars-plana-Vitrektomie mit subretinaler Chirurgie erreicht werden. Bei Patienten mit Oculus-ultimus-Situation ist dies wichtig, um ihre Lebensqualität zu erhalten. Der resultierende große Pigmentepitheldefekt begrenzt die Visusrehabilitation. Aus diesem Grund ist eine Makularotation in diesen Fällen ebenfalls nicht möglich.

 
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