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Abstract

DO.24.05

Therapiekonzepte bei juxtapapillären uvealen Melanomen

Freistühler M.1, Akgül H.1, Flühs D.2, Sauerwein W.2, Bornfeld N.1
1Zentrum für Augenheilkunde, 2Klinik für Strahlentherapie, Universität Duisburg-Essen

Ziel: Behandlung von juxtapapillären uvealen Melanomen mit Brachytherapie Ru-106
Methode: Retrospektive Auswertung des Bestrahlungsprotokols und follow-up’s von Patienten mit juxtapapillären uvealen Melanomen. Patienten: total n=ca. 4000, Studienpatienten: n=331, Einschlusskriterien: juxtapapilläres uveales Melanom, primäre Brachytherapie mit dem Ru-106 Applikator Typ COB hergestellt durch die Firma Bebig.
Ergebnisse: In 48.9% (n=162) der eingeschlossenen Patienten war eine zweite Behandlung, in 12.1% (n=40) eine dritte Behandlung und in 4.2% (n=14) eine vierte Behandlung des Tumors notwendig. In 11.4% (n=38) wurde eine erneute Brachytherapie und in 36.9% (n=122) eine thermische Koagulation durchgeführt (TTT Transpupilläre-Thermo-Therapie (n=69), Photo-koagulation (n=53)). Nur in 3.3% (n=11) aller 331 eingeschlossenen Patienten wurde das erkrankte Auge enukleiert. Alle behandelten Augen entwickelten eine Optikusatrophie und ausgeprägte Visusminderung (meistens < 0.1).
Schlussfolgerungen: Die primäre Brachytherapie ist in der Hälfte aller Fälle nicht ausreichend gewesen den Tumor vollständig zu zerstören, allerdings konnte eine Tumorkontrolle bei fast allen Patienten durch ergänzende Therapieoptionen erzielt werden. Eine Optikusatrophie und Visusminderung waren nicht zu vermeiden.

 
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