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105. DOG-Kongress Home
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AbstractSO.15.11 Vorderabschnitts-OCT bei Glaukom Müller M. Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Augenklinik, Lübeck Die in den letzten Jahren erfolgte rasante diagnostische Entwicklung im Bereich der optischen Verfahren brachte die Optische Kohärenztomographie (OCT) als neueres, nicht-invasives Diagnoseverfahren hervor. Die diagnostischen und therapeutischen Anwendungen der OCT bei Glaukomerkrankungen, intraoperativ und nach Glaukomoperationen am vorderen Augenabschnitt werden an Hand verschiedener eigener Studien evaluiert. Mittels 1310 nm OCT ließen sich bei Zustand nach filtrierender Glaukomoperation postoperativ Sickerkissen reproduzierbar darstellen. Es ergaben sich Charakteristika von funktionellen und dysfunktionellen Sickerkissen. Mittels biomorphometrischer OCT-Messungen erfolgte eine Einteilung der funktionierenden Sickerkissen in bullös, zystisch und gemischt. Die ermittelten Werte von Höhe des subkonjunktivalen Spaltes, Bindehautdicke und Ausdehnung des subkonjunktivalen Spaltes stellen erste Ansätze einer volumetrischen Messung dar. In der OCT-Betrachtung von vernarbten Sickerkissen konnten flach vernarbende von prominent vernarbenden Sickerkissen unterschieden werden. Bei der postoperativen OCT-Beurteilung nach tiefer Sklerektomie wurde eine Darstellung und Beurteilung der Descemetmembran und des subskleralen Sees möglich, was bislang nur als aufwendiges Kontaktverfahren ausführbar war. In der postoperativen Nachsorge von Glaukom-Drainage-Implantaten vermittelte die OCT die genaue Lokalisation und die Abschätzung des Funktionszustandes des Abflußröhrchens im Bereich des vorderen Augenabschnittes einschließlich seines intraskleralen Verlaufs. Eine intraoperative Nutzung wurde mit dem ungekoppelten und gekoppelten Einsatz der OCT zur Darstellung von Zyklophotokoagulationseffekten erreicht. Eine Validitätsprüfung der OCT anhand der Bestimmung des Kammerwinkels erbrachte eine hohe Inter- und Intraobserver Reproduzierbarkeit. Insbesondere nach Glaukomoperationen ermöglicht die OCT eine präzise, zweidimensionale, kontaktfreie Darstellung von Gewebestrukturen in hoher Auflösung. Für glaukomatöse Erkrankungen ergänzt und bereichert die Optische Kohärenztomographie das Armamentarium in der Glaukomdiagnostik und postoperativen Nachsorge der verschiedensten derzeit modernen Glaukomoperationen.
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