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Abstract

SO.07.05

Die Rolle von Densiron 68® als Langzeit-Endotamponade – Anatomische und funktionelle Ergebnisse

Stappler T., Heimann H., Wong D.
Royal Liverpool University Hospital

Ziel: Das Ziel ist die Evaluation des klinischen Einsatzes von Densiron 68® in der Behandlung komplexer vitreoretinaler Fälle mit inferiorer Pathologie.
Methode: Wir präsentieren eine prospektive, interventionelle und nicht-komparative Studie über 122 Augen von 121 Patienten über einen Zeitraum zwischen Januar 2004 und August 2006. Primäres Studienziel war die anatomische Wiederanlage der Netzhaut. Sekundär wurden auch Sehschärfe sowie mögliche Komplikationen dokumentiert. Einschlusskriterien waren: proliferative vitreoretinopathie (PVR), Netzhautablösungen, die posterioren oder inferioren Netzhautlöchern entstammen, sowie die mangelnde Fähigkeit einiger Patienten zur Lagerung. Bei PVR wurden auch superiore NH-Löcher eingeschlossen. Daten wurden an mindestens 8 verschiedenen Zeitpunkten gesammelt: Indikation, HSO-OP, 1 Woche und ein Monat post-op, HSO-Ölentfernung, sowie 1 Woche, 1 und 3 Monate post-op.
Ergebnisse: Die Patienten waren 59,9(±19,6) Jahre alt; (m:w=72:49), (R:L=65:57) 77(63,1%) der Patienten waren voroperiert (1,2 Op’s±0,43) und für 45 war es die Erstoperation. Indikationen bestanden aus inferioren NH-Löchern in 70 Fällen (1-6 NH-Löcher), PVR bestand in 80 Fällen und es gab 6 Makularotationen. Die Ausdehnung der Amotio ging über 2,21 Quadranten(±1,07), in 66(54%) der Fälle einschließlich Makulabeteiligung. 82% der Löcher befanden sich unterhalb von 10-2 Uhr, die Mehrheit befand sich bei 6 Uhr. Primär wurde die Netzhaut in 87(71%) der Patienten angelegt, die finale Erfolgsrate war 82,6%(102). 3 weitere Patienten warten noch auf die Ölentfernung. Die Sehstärke erholte sich von 1,38 LogMar(±0,87) auf 1,06 (±0,83, p=0,007). Densiron wurde nach 135 Tagen (±73,2) wieder entfernt.
Schlussfolgerungen: Die Verfügbarkeit einer schweren Tamponade ist eine willkommene Erweiterung in der Behandlung inferiorer Netzhautpathologie. Der aufeinander folgende Gebrauch von schwerem und konventionellem Silikonöl könnte eine Zukunftstrategie darstellen.

 
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