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Abstract

SO.16.04

Bildgebende Methoden und interventionelle Therapie bei primären systemischen Vaskulitiden

Both B.
Klinik für Radiologische Diagnostik, Campus Kiel, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Kiel

Bildgebende Verfahren dienen in der Diagnostik der Vaskulitiden dem Nachweis von Krankheitsausdehnung und -aktivität und sind für Verlaufskontrollen von Bedeutung. Abhängig von Körperregion und klinischer Fragestellung kommen Magnetresonanztomographie (MRT), Computertomographie (CT), Sonographie / Duplexsonographie und Positronen-Emissionstomographie (PET) zur Anwendung. „Konventionelle“ Röntgenaufnahmen haben aufgrund der etablierten Schnittbildverfahren an Bedeutung verloren. Die diagnostische Katheterangiographie ist, abgesehen von der Koronarangiographie und speziellen neuroradiologischen Fragestellungen, weitgehend von der MR-Angiographie abgelöst worden. Die häufigsten Fragestellungen gelten Vaskulitiden des Neuro- und Viszerokraniums, pulmonalen Manifestationen und Großgefäßvaskulitiden. Die MRT des Kopfes spielt bei der Wegener`schen Granulomatose (WG) für den Nachweis von Granulomen im HNO-Bereich, Orbitae und intrakranieller Lokalisationen eine herausragende Rolle; dieses Verfahren stellt auch Sinusitiden im Rahmen des Churg-Strauss-Syndroms (CSS) dar. Knöcherne Veränderungen des Gesichtsschädels lassen sich zuverlässig mit der CT erkennen. Bei systemischen Vaskulitiden mit Lungenbeteiligung hat insbesondere die hochauflösende CT (HRCT) einen hohen Stellenwert. Diese sensitive Methode erfasst alveoläre, solide und interstitielle Prozesse, die mit pulmonal manifestierten Kleingefäßvaskulitiden einhergehen. Die Katheterangiographie dient heutzutage in der Diagnostik primärer Vaskulitiden unter anderem noch dem Nachweis von Mikroaneurysmata bei der klassischen Panarteriitis nodosa, hauptsächlich jedoch dem Zugriff auf Gefäßstenosen bei Patienten mit Takayasu-Arteriitis oder extrakraniell manifestierter Riesenzellarteriitis im Rahmen einer interventionell-radiologischen Sanierung. Ansonsten werden Großgefäßvaskulitiden in der Regel mit der nicht-invasiven, risikoloarmen MR-Angiographie, der farbkodierten Duplexsonographie und der PET untersucht.

 
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