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AbstractP 191 Rezidivprophylaxe nach Pterygiumchirurgie durch postoperative Anwendung von Mitomycin C-Augentropfen Scheuerle A. F., Beutelspacher S. C. Universitäts-Augenklinik Heidelberg Ziel: Da die chirurgische Entfernung eines Pterygiums mit einem hohen Rezidivrisiko assoziiert ist, werden intraoperativ häufig Antimetaboliten wie Mitomycin C (MMC) Augentropfen appliziert. In dieser Studie wurde die Wirksamkeit und Verträglichkeit einer postoperativen MMC Lokaltherapie untersucht. Methode: Über einen Zeitraum von 2 Jahren wurden prospektiv 30 Patienten mit der Erstmanifestation eines Pterygium behandelt. Die chirurgische Entfernung erfolgte mittels bare-sclera Exzision. 24-48 Stunden postoperativ wurden MMC 0,02% Augentropfen über einen Zyklus von dreimal pro Tag an fünf aufeinanderfolgenden Tagen appliziert. Anschließend erhielten die Patienten für weitere sieben Tage lokale Steroide (Dexamethason Augengel zweimal täglich). Nach Fotodokumentation erfolgten klinische Verlaufskontrollen nach sechs und zwölf Monaten. Dieses Patientenkollektiv wurde mit einer retrospektiv zusammengestellten Gruppe von 30 Patienten verglichen, Ergebnisse: Bei einem Patienten wurde die MMC Therapie aufgrund einer Hornhautverdünnung am dritten Tag abgebrochen, vier Patienten klagten während der Therapie über Brennen und Rötung. Bei sechs Patienten bildeten sich während der MMC Therapie Pseudomembranen über dem OP Situs. Nach Abschluß der Behandlung mit lokalen Steroiden waren diese Pseudomembranen nicht mehr nachweisbar. Alle Patienten zeigten trotz der intensiven postoperativen Proliferationshemmung einen unkomplizierten Heilverlauf. Über den Beobachtungszeitraum von zwei Jahren kam es lediglich in zwei Fällen zu einem Rezidiv (6,7%). Demgegenüber wurden in der retrospektiven Kontrollgruppe (BS) 14 Rezidive (46,7%) beobachtet. Schlussfolgerungen: Die postoperativen Applikation von MMC (0,02%) Augentropfen ist eine effektive Rezidivprophylaxe nach chirurgischer Abtragung eines Pterygiums. Die hier beschriebene Therapie hat sich bei hochwirksamer Rezidivprophylaxe gleichzeitig als gut verträglich erwiesen. Um weitere potentielle Langzeitfolgen dieser antiproliferativen Lokaltherapie erfassen zu können, sind noch größere Nachbeobachtungszeiträume erforderlich
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