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Abstract

SO.11.10

Häufigkeit der Parazentese bei intravitrealer Injektion von Avastin: Vergleich zwischen 27 Gauge und 30 Gauge Nadel

Mirshahi A., Hattenbach L.-O.
Augenklinik, Klinikum Ludwigshafen

Ziel: Bei der intravitrealen Avastin-Injektion (0,1 ml entsprechend 1,25 mg Bevacizumab) kann es zu einer deutlichen Erhöhung des Intraokuladruckes kommen. In einigen Fällen ist die Durchführung einer Parazentese zur akuten Tensiosenkung erforderlich. Die Ziele dieser Arbeit waren der Vergleich 1) der Häufigkeit einer Parazentese und 2) des Refluxgrades unter die Bindehaut in Abhängigkeit von der benutzten Nadelstärke.
Methode: Retrospektive Auswertung der OP-Berichte von 210 konsekutiven intravitrealen Avastininjektionen bei 138 Patienten im Zeitraum von 01/2006 bis 03/2007. Insbesondere wurden die Häufigkeit der Parazentese, die benutzte Nadeldicke (27 versus 30 Ga), der Linsenstatus und der Refluxgrad unter die Bindehaut ausgewertet.
Ergebnisse: Insgesamt war bei 68 Injektionen (32%) eine Parazentese zur akuten Tensiosenkung erforderlich. In der 27 Ga Gruppe war die Häufigkeit 26% (25 von 96), bei Verwendung der 30 Ga Nadel 38% (43 von 114) (p=0,08, Fisher’s exact test). Bei 76 Injektionen (36%) lag eine Pseudophakie vor. Die Mediane der semiquantitativen Auswertung des Refluxgrades unter die Bindehaut waren bei der 27 Ga Gruppe 2,0 (entsprechend leichtem Reflux) und bei der 30 Ga Gruppe 1,0 (entsprechend minimalem Reflux).
Schlussfolgerungen: Der Refluxgrad unter die Bindehaut ist geringer, wenn man die intravitreale Injektion von 0,1 ml Avastin mittels einer 30 Ga Kanüle durchführt. Allerdings scheint die Rate der notwendigen Parazentese höher zu sein als bei einer 27 Ga Kanüle.

 
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