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AbstractFR.23.04 Anwendung der Wellenfrontanalyse bei Patienten mit Keratokonjunktivitis sicca Jacobi C., Pogorelov P., Bergua A., Cursiefen C., Kruse F. E. Augenklinik mit Poliklinik, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen Ziel: Bei dem Krankheitsbild Trockenes Auge ist eine Diskrepanz zwischen objektiven Befunden und subjektiven Beschwerden des Patienten bekannt. Diese beruht sicher zum Teil auf den bisher begrenzten diagnostischen Möglichkeiten. Deshalb ist es das Ziel, durch Messung der Aberrationen der Tränenfilmoberfläche mittels Wellenfrontanalyse, mögliche dynamische Veränderungen des Tränenfilms zu erfassen und die Qualität des optischen Systems objektiv zu verifizieren. Methode: In einer prospektiven, randomisierten, kontrollierten Studie werden Messungen mit der WASCA (Wavefront Aberration Supported Cornea Ablation) Workstation (Carl Zeiss Meditec®, Jena) an 20 Patienten mit Keratokonjunktivitis sicca aus der Sicca-Spezialsprechstunde und einer alters- und geschlechtskorrelierten Kontrollgruppe mit 20 Patienten durchgeführt. Die WASCA Workstation ist ein Aberrometer, welches einen Hartmann-Shack-Sensor verwendet, um die optischen Aberrationen des Auges, auch höherer Ordnung, zu analysieren. Der normale Messvorgang mit der WASCA Workstation ist mit einer Hornhauttopographiemessung vergleichbar. Die Messungen erfolgen bei möglichst maximaler Pupillenweite des Patienten im abgedunkelten Raum. Es werden die Werte von PV OPD (peak-to-valley optical path difference), RMS OPD (root mean square value of OPD), PV OPD HO und RMS OPD HO beurteilt und mit der Kontrollgruppe verglichen. Die ersten zwei Werte beziehen sich auf Aberrationen der 2., 3. und 4. Ordnung, die letzteren beiden auf Aberrationen der 3. und 4. Ordnung. Die so gewonnenen Ergebnisse werden mit bisher üblichen diagnostischen Methoden, wie Breakup Time, Jones Basalsekretionstest und Beurteilung der lidkantenparallelen Konjunktivalfalten (LIPCOF) verglichen und bewertet. Schlussfolgerungen: Die Möglichkeit, Wellenfrontanalysen über die Eintrittspupille durchzuführen und Aberrationen höherer Ordnung zu registrieren, eröffnet neue Wege in der ophthalmologischen Diagnostik und kann zur objektiven Verifizierung subjektiver Patienteneindrücke beitragen.
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