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Abstract

SO.12.10

Die Korrektur des Korrekturfaktors – eine Langzeitbetrachtung

Herschel D., Höh H. 
Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg

Ziel: A-Konstanten bedürfen eines ortsspezifischen Korrekturfaktors (KF), um die Genauigkeit bei der Brechwertberechung von Intraokularlinsen (IOL) zu erhöhen. Wir verfolgten über 2 Jahre alle Augen, bei denen die Silikonlinse Acriflex 414 (jetzt: Lentis L-200, Fa. Wave Light AG, Erlangen) im Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum NB implantiert wurde, um Schwankungen bzw. Konstanz des KF zu bestimmen.
Methode: 1023 im Zeitraum von Okt. 2002 bis Sept. 2004 kataraktoperierte Augen gingen in die Untersuchung ein. Wir erfassten prä- und postoperative Daten, Zielrefraktion u.v.a.m. Für die retrospektive Datenanalyse standen 839 Augen (w=490, m=349) von 594 Patienten zur Verfügung. Die Implantation der IOL war durchgängig durch einen Operateur, in CCC–Technik und in den Kapselsack erfolgt. Die Zielrefraktion wurde nach Ultraschall (US)-Biometrie mit der SRK-II-Formel, unter Zugrundelegung einer A-Konstante von 118 berechnet. Den KF ermittelten wir aus der Differenz von Zielrefraktion und postoperativer Refraktion.
Ergebnisse: Die Langzeitverfolgung des KF in Form kumulativer Auftragung von KF-Mittelwerten ergab graphisch 2 Sprünge, die 3 Gruppenblöcke voneinander separierten. Dem 2.Sprung kann die Reparatur des US-Biometriegerätes im Jan. 2004 zugeordnet werden. Für die Bestimmung der KF nach Bulbuslängen ergab sich für kleine Augen (<22mm, n=82) ein KF von -0,45dpt, für mittlere (³22mm & <24,5mm, n=724) ein KF von -0,38dpt und für große Augen (³24,5mm, n=33) ein KF von -0,06dpt. Für die 3 Gruppenblöcke erhielten wir KF(I) = -0,77dpt (n=80), KF(II) = -0,48dpt (n=340) und KF(III) = -0,21dpt (n=419). Der KF erfuhr also während des Untersuchungszeitraumes zweimal eine Änderung um mindestens 0,2dpt.
Schlussfolgerungen: Die offensichtlich begrenzte Aussagefähigkeit einer einmaligen Überprüfung des KF der A-Konstante legt Überprüfungen, insbesondere nach Gerätereparaturen, Personalwechsel etc. nahe. Da der erste der Sprünge bisher nicht zugeordnet werden kann, empfehlen sich Optimierungen in regelmäßigen Abständen auch ohne Ereignisse.

 
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