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Abstract

FR.13.09

Intravitreale Avastininjektionen zur Behandlung von Pigmentepithelabhebungen bei altersabhängiger Makuladegeneration

Hamelmann V., Helb H.-M., Meyer C. H., Holz F. G., Eter N.
Universitäts-Augenklinik Bonn

Ziel: Evaluierung der Wirkung und Sicherheit intravitrealer Avastin-Injektionen als Therapie bei Pigmentepithelabhebungen (PED) bei altersabhängiger Makuladegeneration (AMD).
Methode: 62 Augen von Patienten mit Pigmentepithelabhebung bei AMD wurden mit intravitrealem Avastin (1,5 mg) behandelt. Vor Therapie sowie 1, 3 und 6 Monate nach Behandlung wurden der ETDRS-Visus bestimmt und eine optische Kohärenztomographie (OCT 3, Zeiss) durchgeführt. Vor der Behandlung wurden die Läsionen mittels digitaler Fluoreszein-Angiographie und OCT charakterisiert. Die Höhe der PED wurde als die höchste Erhebung zweier senkrecht aufeinander treffender Schnitte definiert.
Ergebnisse: Die Höhe der PED sank von 346±148 µm vor der Therapie auf 241±159 µm (p<0,001), 227±193 µm (p<0,001) und 166±170 µm (p<0,001) nach 1,3 und 6 Monaten ab. Der mittlere bestkorrigierte Visus stieg von 49±18 Buchstaben vor Therapie auf 52±21 Buchstaben (p=0,062) nach 1 Monat an. 3 und 6 Monate nach der Injektion fiel der mittlere bestkorrigierte Visus jedoch wieder auf das Ausgangsniveau zurück (3 Monate: 49±19 Buchstaben, p=0,518; 6 Monate: 49±20 Buchstaben, p=0,053). Während des Untersuchungszeitraumes von 6 Monaten erfolgten durchschnittlich 1,8 Injektionen pro Patient. Bis auf einen Pigmentepithelriss kam es zu keinem okulären oder systemischen unerwünschten Ereignis.
Schlussfolgerungen: Die Daten weisen auf einen therapeutischen Effekt von intravitrealem Avastin bei Pigmentepithelabhebungen hin. In weiteren Analysen müssen die morphologischen und funktionellen Langzeiteffekte sowie die Anzahl der notwendigen Wiederholungsbehandlungen untersucht werden.

 
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