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AbstractP 167 Beeinflusst eine Sedierung mit Midazolam den Augendruck bei Kindern? Oberacher-Velten I.1, Prasser C.2, Ittner K.-P.2, Lorenz B.1 1Abteilung für Kinderophthalmologie, Strabismologie und Ophthalmogenetik, Augenklinik der Universität Regensburg, 2Klinik für Anästhesiologie, Klinikum der Universität Regensburg Ziel: Ziel der Studie war, einen möglichen Einfluss einer Sedierung mit Midazolam auf den applanatorisch gemessenen Augendruck bei Kindern zu untersuchen. Methode: Bei 44 Augen von 22 normalen Kindern ohne Glaukom (mittleres Alter 3,52±1,37 Jahre, Körpergewicht £20 kg), die aus anderen Gründen einen operativen Eingriff in Allgemeinanästhesie hatten (z.B. Schieloperationen, Tränenwegsspülungen), wurde der Augendruck applanatorisch mittels eines Perkins-Tonometers vor sowie 15 und 30 Minuten nach einer Sedierung mit Midazolam oral (1 mg/kg KG) gemessen. Bei jedem Kind und zu jedem Zeitpunkt wurde der Augendruck jeweils dreimal erhoben und der Durchschnittswert dieser Messungen zur statistischen Analyse verwendet. Der Grad der Sedierung wurde mittels des Michigan Sedation Scores eingeteilt. Statistisch ausgewertet wurden die intraindividuellen Augendruckverläufe und ihre Korrelation mit den Sedierungsscores. Ergebnisse: Bei allen Kindern war die Augendruckmessung nach Sedierung mit Midazolam gut möglich. Der mittlere Augendruck betrug 12,24±3,04 mmHg vor Sedierung sowie 11,83±3,02 mmHg 15 Minuten und 11,68±3,10 mmHg 30 Minuten nach Gabe von Midazolam. Ein statistischer Vergleich mit dem paarigen t-Test ergab einen signifikanten Unterschied zwischen den Augendruckwerten 15 und 30 Minuten nach Sedierung verglichen mit den vor der Sedierung gemessenen Werten (p=0,012). Es zeigte sich kein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen dem intraindividuellen Verlauf des Augendrucks und den Sedierungsscores. Schlussfolgerungen: Trotz der statistisch signifikanten Abnahme des Augendrucks nach Sedierung mit Midazolam erscheinen die sehr kleinen relativen Unterschiede klinisch vernachlässigbar. Der mögliche psychische Stress präoperativ könnte zusätzlich den Augendruck vor der Sedierung erhöht haben. Eine Sedierung mit Midazolam oral scheint daher eine zuverlässige, gut verträgliche, sichere Methode zu sein, um applanatorisch den Augendruck bei Kindern zu untersuchen.
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