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Abstract

FR.13.17

Mikroperimetrie (MP) als begleitende Untersuchungstechnik bei choriodalen Neovaskularisationsmembranen (CNV): Techniken, Auswerteverfahren, Konsequenzen

Inhoffen W.
Universitäts-Augenklinik Tübingen

Fundusorientierte zentrale Gesichtsfelder (MP) können mittels MP-1 (Nidek) oder Scanning-Laser-Ophthalmoskop (SLO) ermittelt werden. Es wird berichtet über die statische SLO-Mikroperimetrie mit neuen Untersuchungs- und Auswerteverfahren anhand von Beispielen bei Patienten mit CNV unter anti-VEGF-Therapie im Laufe eines Jahres.Die Lage der Fovea wird dabei mittels SLO-Blau/Grün Funduskopie exakt bestimmt, die CNV Grenzen werden in der Angiographie ermittelt und ebenfalls auf den MP-Fundus projeziert. Eine einfache Schwellenstrategie von perpiher nach zentral führt zu einer hohen Meßpunktdichte, deren LUE Werte durch Interpolation auf Punkteraster-Werte transformiert werden. Damit gehören zu den messbaren Parametern u.a. Fixationsabweichung, Fixationsstabilität, mittlere LUE über der Membran sowie innerhalb einer definierten Fläche mit Mittelpunkt Fovea bzw. Fixationsschwerpunkt. Es zeigte sich bei 50 Patienten: Unter anti-VEGF-Therapie kann nicht nur der Visus sondern auch die LUE über der Membran erhalten sowie die Fixation stabilisiert werden. Dagegen sind Rezidive nur unter günstigen Bedingungen nachweisbar. Weitere Beispiele zeigen, daß eine bessere Auflösung von Skotomgrenzen einer bestimmten Tiefe durch Real-Time-Tracking der Augenbewegung (Reinhardt, J.) erzielt werden kann. Damit erweitert sich der Kreis von Patienten die trotz Fixationsproblemen noch skotometrisch untersucht werden können. Die Beispiele zeigen, daß die SLO-Mikroperimetrie in erster Linie wichtig ist, um im Zusammenspiel mit den anderen Untersuchungstechniken (Visus, Angiographie, OCT) die Anfangssituation und die nach Therapie erfolgten Veränderungen über die Zeit besser erfassen zu können, sowie zu einer Prognoseabschätzung zu gelangen. Dazu gehören u.a. Änderungen in Tiefe und Lage der Skotome in Bezug auf Fovea- und Fixationslage. Dies bedeutet insbesondere, daß die z.Zt. vereinfachte Therapiesteuerung bei der feuchten AMD mittels anti-VEGF durch Modifikationen anhand der Mikroperimetrie-Ergebnisse wahrscheinlich verbessert werden kann.

 
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