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105. DOG-Kongress Home
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AbstractSA.19.10 Netzhautablösung im Kindesalter: Differenzialdiagnose und aktuelle Therapieoptionen Meier P. Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde der Universität Leipzig; Universitätsklinikum AöR, Leipzig Eine Ablatio retinae tritt im Kindesalter im Vergleich zum Erwachsenenalter relativ selten auf, nur ca. 5% aller Netzhautablösungen werden bei Kindern diagnostiziert. Risikofaktoren für das Auftreten einer kindlichen Netzhautablösung sind ein Bulbustrauma, okuläre Anomalien (vitreoretinale Degenerationen, PHPV u.a.) und eine Myopie. Darüber hinaus werden sog. idiopathisch auftretende Netzhautablösungen beobachtet. Diese Kinder weisen keinerlei okuläre oder systemische Auffälligkeiten auf. Wir haben prospektiv die Daten von insgesamt 83 Augen von 73 Kindern bis zu einem Alter von 18 Jahren analysiert, die im Zeitraum von Januar 2000 bis Dezember 2006 in unserer Klinik wegen einer Netzhautablösung behandelt wurden. Die häufigste Ursache für eine Netzhautablösung in dieser Altersklasse waren traumaassoziierte Veränderungen (37%), gefolgt von idiopatischer Netzhautablösung (15,6%), hereditären Erkrankungen (Morbus Stickler, X-chromosomale Retinoschisis, Kniest-Syndrom, FEVR) (9,6%), Fehlbildungen (PHPV, Kolobom, Mikrophthalmus) (7,4%) und rhegmatogener Ablatio bei Myopie (4,8%). Weitere Erkrankungen waren ROP (Stadium IV und V) (12%) sowie Narbenstadium ROP (4,8%), Aphakie/Pseudophakie (3,6%), Uveitis (2,4%) und Morbus Coats (1,2%). Insgesamt wurden 155 vitreoretinale Operationen durchgeführt; allein durch eine eindellende Operation konnte nur bei 16 Augen Netzhautanlage erreicht werden. Aufgrund fortgeschrittener und komplexer Befunde ist vorrangig eine primäre Pars-plana-Vitrektomie erforderlich. Infolge ausgeprägter PVR-Reaktionen sind oftmals Revisionsoperationen notwendig. Bei den von uns behandelten Kindern wurden durchschnittlich 1,9 Folgeoperationen durchgeführt. Trotz adäquater Folgebehandlung resultieren schlechtere funktionelle und anatomische Ergebnisse im Vergleich zur Therapie einer Ablatio retinae im Erwachsenenalter. Eine Verbesserung der Prognose ist nur durch Ätiologie-spezifische Behandlungskonzepte denkbar. So gibt es bereits erste Erfahrungen über den therapeutischen Einsatz von antivasoproliferativen Substanzen bei Erkrankungen wie ROP und FEVR, allerdings benötigen wir weitere Erkenntnisse über mögliche Nebenwirkungen.
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