DOG Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft 105. DOG-Kongress
  English Site  
  105. DOG-Kongress Home

Grußworte
Organisation, Termine
Ablauf des Kongresses
Preise

Wissenschaftliches Programm
Eröffnungsveranstaltung
Festakt: 150 Jahre DOG
Donnerstag, 20.September
Freitag, 21.September
Samstag, 22.September
Sonntag, 23.September
Poster Sessions
Symposien
Kurse
Satellitenprogramm

Hinweise, Informationen
Rahmenprogramm
Sponsoren, Industrie

DOG-Homepage
 

Abstract

P 165

Perimetrische Untersuchungen mit peripherer Stimulation in frühen Glaukomen

Bellios N., Horn F. K., Lämmer R., Gottschalk K., Dehne K., Juenemann A. G. M.
Augenklinik mit Poliklinik, Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen;
Erlanger Glaukomforschung im SFB539

Ziel: Frühe glaukomatöse Gesichtsfelddefekte können auch außerhalb der zentralen 30° auftreten, die bei der Glaukomdiagnostik üblicherweise untersucht werden. Ziel dieser Studie war die Evaluation der diagnostischen Sensitivität überschwelliger Reize bei Glaukomen vor der Entwicklung reproduzierbarer Gesichtsfelddefekten in der standardisierten 30° automatischen weiss-auf-weiss Perimetrie.
Methode: 737 Augen von 460 Patienten (Alter zwischen 35 und 69, Visus 0.8 und besser) aus dem Erlanger Glaukomregister wurden in dieser Studie untersucht. Bei allen Patienten wurde eine standardisierte Glaukomuntersuchung durchgeführt, inklusive einer statischen Perimetrie mit dem Octopus 500EZ (G1 Programm), bei 162 Augen auch mit dem Humphrey Field Analyzer 750i (135-Punkte Testmuster), zur Erkennung peripherer Gesichtsfelddefekten. Sensitivität und Spezifität wurde für jeden einzelnen Punkt in Phase 3 des G1 Programms und im Humphrey 135-Punkte Testmuster bestimmt. Es erfolgte eine Clusteranalyse und die Berechnung eines Scores.
Ergebnisse: Bei 72 von 319 (22.6%) Augen mit präperimetrischem Glaukom zeigten sich periphere Gesichtsfelddefekte in Phase 3 des G1-Programms (normale: 42 von 418; 10.05%) und 33 von 102 (32.35%) Augen im Humphrey 135-Punkte Testmuster (normale: 5 von 60; 8,33). Bei beiden Modalitäten zeigten die Testpunkte in der mittleren nasalen Peripherie die größte Sensitivität, korrespodierend zu einem neuroretinalem Randsaumverlust hauptsächlich im temporalen Sektor bei der frühen glaukomatösen Sehnnervatrophie.
Schlussfolgerungen: Positive Testergebnisse bei überschwelliger Stimulation der nasalen mittleren Peripherie finden sich in ungefähr einem drittel der Patienten mit präperimetrischem Glaukom. Longitudinale Studien werden zeigen, ob diese Untersuchungen einen prädiktiven Wert für eine perimetrische Manifestation der Erkrankung haben.

 
Zurück    
Seitenanfang