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AbstractSO.04.06 Evaluierung der dynamischen Konturtonometrie bei Keratokonus Schädle N., Unterlauft J. D., Klinik T., Geerling G. Augenklinik, Universitätsklinik Würzburg Ziel: Goldstandard in der Diagnostik des intraokularen Drucks (IOD) ist bislang die Goldmann-Applanationstonometrie (GAT), die jedoch abhängig von Hornhautdicke und -kurvatur ist. Bei Patienten mit Keratokonus, die eine anormale Hornhautgeometrie und -dicke aufweisen, ist die Druckmessung mittels GAT oft schwierig und wenig reproduzierbar. Wir untersuchten, inwieweit die dynamische Konturtonometrie PASCAL (DCT), ein an die natürliche Hornhautgeometrie angepasstes, digitales Verfahren, Vorteile in dieser Situation bietet. Methode: Der IOD wurde bei 30 Patienten (19 Männer und 11 Frauen, mittleres Alter 35±11 Jahre) mit Keratokonus mit dem GAT und mit dem DCT bestimmt. Zusätzlich wurde die zentrale Hornhautdicke (CCT) mittels Pentacam und die Hornhautradien mittels Hornhauttopographie erhoben. Zur statistischen Auswertung wurde die Pearson-Korrelation berechnet und ein Bland-Altman Diagramm erstellt. Ergebnisse: Die mittlere zentrale Hornhautdicke betrug 494±53 µm. Bei Verwendung der dynamischen Konturtonometrie lag der IOD im Mittel bei 14,8±2,4 mm und bei der Goldmann-Applanationstonometrie bei 12,8±3,1 mm. Während der IOD bei der GAT signifikant mit der Hornhautdicke korrelierte (Korrelationskoeffiizient -0,596, p£0,01) fand sich keine Korrelation zwischen Messwerten der DCT und der CCT (Korrelationskoeffiizient -0,068). Schlussfolgerungen: Am Beispiel Keratokonus bestätigt sich, dass die mittels Goldmann-Applanationstonometrie gemessenen IOD-Werte niedriger sind als bei Verwendung der dynamischen Konturtonometrie. Da das Ergebnis der Konturtonometrie unabhängig von der Hornhautdicke ist, eignet sie sich inbesondere zur Verlaufskontrolle des intraokularen Druckes bei Augen mit Keratokonus, bei denen es zu einer progredienten Hornhautverdünnung kommen kann.
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