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Abstract

SO.20.05

Diagnostik bei Endophthalmitis

Neß T.
Universitäts-Augenklinik Freiburg

Ziel: Eine infektiöse Endophthalmitis ist eine schwerwiegende Komplikation nach intraokularen Operationen, perforierenden Verletzungen oder nach septischer Streuung. Der Nachweis des verursachenden Keims hat große Bedeutung für die Therapie.
Ergebnisse: Die publizierten Angaben über einen erfolgreichen Keimnachweis schwanken zwischen 30% und 95%. Um stabil hohe Keimnachweisraten zu erhalten, sollten alle zur Kultivierung erforderlichen Materialien immer im Operationssaal vorrätig sein. Wichtig ist ein Set geeigneter Kulturmedien: wir verwenden Columbia-, Hämatin-, modifizierten ENDO- und Hefe-Zystein-Blut-Agar, sowie eine Nähr-Bouillon. Die Medien sollten direkt im Operationssaal mit den entnommen Proben aus Glaskörper und/oder Vorderkammer beimpft werden. Ist ein ein sofortiger Transport in ein mikrobiologisches Labor nicht möglich, muß eine Bebrütung unter optimalen Bedingungen in der Augenklinik gewährleistet sein. Parallel sollte unverdünntes Material für eine eubakterielle PCR genutzt werden. Während die PCR mit Standardmethoden nur den Keimnachweis bringen kann, liefern die Standardkulturverfahren auch Informationen zum Resistenzverhalten. Wird bei Verdacht auf eine Pilzendophthalmitis eine Vitrektomie durchgeführt, so sollte die Glaskörperspülflüssigkeit gesammelt, zentrifugiert und kultiviert werden. Bei Verdacht auf eine endogene Endophthalmitis ist auch an die Kulturvierung von extraokulärem Material zu denken, wie z.B. Abzessabstrich, Blutkultur usw..
Schlussfolgerungen: Mit diesem Vorgehen kann ein stabil hoher Keimnachweis bei über 90% aller Endophthalmitisfälle erreicht werden.

 
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