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Abstract

SO.16.03

Systemische Therapie von primären systemischen Vaskulitiden

Hellmich B.
Poliklinik für Rheumatologie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck und Rheumaklinik, Bad Bramstedt

Funktionell relevante Spätschäden als Folge einer Vaskulitis können durch eine frühzeitig eingeleitete Therapie in ihrer Schwere deutlich reduziert werden. Voraussetzung hierfür ist die möglichst frühe und präzise Diagnosestellung. Bei der Auswahl der Therapie wird zwischen einer Remissionsinduktion und -erhaltung unterschieden. Cyclophosphamid gilt dabei als Standard-Therapie zur Remissionsinduktion. In dem Falle, dass zwar eine akute Entzündungsaktivität vorliegt, nicht aber eine akute Gefahr für Leben oder Organ besteht, kann eine Remission z.B. auch mit Methotrexat erreicht werden. Von wesentlicher Bedeutung erscheint hierbei, dass die Induktionstherapie nicht nach Erreichen der Remission beendet, sondern in der Folge durch eine remissionserhaltende Therapie ersetzt wird, wobei sich Azathioprin, MTX, Mykophenolat und Leflunomid generell zur Erhaltung der Remission eignen. Bei therapierefraktärem Verlauf können Biologika (z.B. TNF-a Blocker, Rituximab) zur Remissionsinduktion eingesetzt werden.Die Etablierung einer stadienadaptierten Therapie hat wesentlich zur Verbesserung der Langzeitprognose geführt. Trotz der bisherigen therapeutischen Erfolge und Entwicklung neuerer Therapiestrategien, bleibt die Notwendigkeit der intensiven Bemühungen um weniger toxische und zur gleichen Zeit effizientere Therapieoptionen bestehen.

 
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