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AbstractFR.22.04 Würdigung des ersten und letzten kursächsischen Hofokulisten: Georg Bartisch (1535 1607) und Joannis Virgilius Casaamata (1741 1807) Jähne M. Wohl kaum eine andere Stadt in Deutschland besitzt wie die sächsische Landeshauptstadt Dresden so eine ophthalmomedizinhistorische Vergangenheit. Im Jahr 2007 vermerken wir das 400jährige des ersten sowie das 200jährige Todesjahr des letzten kursächsischen Hofokulisten. Der Okulist, Wundarzt und Steinschneider Georg Bartisch, geboren 1535 in Königsbrück bei Dresden, gestorben 1607 in Dresden, hervorgegangen aus dem einfachen Wundarztstand, gilt als der erste Autor eines Lehrbuches der Augenheilkunde in deutscher Sprache: Ophthalmoduleia Das ist Augendienst, welches 1583 in Dresden erschien und etwa 100 Jahre später eine 2. Auflage erfuhr. Mit den über 600 Folioseiten und 88 ganzseitigen Holzschnitten ist es ein Meisterwerk des Buchdruckes in der Renaissance. Neben diesem opus magnum war das Leben von Bartisch gekennzeichnet durch Bildungsbestreben und Wunsch nach Verbesserung der fachlichen Qualifikation sowie Hebung des Berufsethos der damaligen Wundärzte mit einer scharfen Abgrenzung zur Kurpfuscherei. Während Bartisch der erste kursächsische Hofokulist war, gilt der 1741 in Italien geborene Joannis Virgilius Casaamata, gestorben 1807 in Dresden, wo er durch seine Heirat sesshaft geworden war, als der letzte Okulist am sächsischen Hofe. Casaamata wird medizinhistorisch nachgesagt, dass er als erster Okulist überhaupt versucht hat, 1795/1796 in Dresden die operativ erzeugte Aphakie gleichzeitig intraokular durch eine Glaslinse zu korrigieren. Zeitgenössisch wurde in einer Dissertation von R. A. Schiferli (1797) darüber berichtet. |
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