DOG Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft 105. DOG-Kongress
  English Site  
  105. DOG-Kongress Home

Grußworte
Organisation, Termine
Ablauf des Kongresses
Preise

Wissenschaftliches Programm
Eröffnungsveranstaltung
Festakt: 150 Jahre DOG
Donnerstag, 20.September
Freitag, 21.September
Samstag, 22.September
Sonntag, 23.September
Poster Sessions
Symposien
Kurse
Satellitenprogramm

Hinweise, Informationen
Rahmenprogramm
Sponsoren, Industrie

DOG-Homepage
 

Abstract

FR.22.04

Würdigung des ersten und letzten kursächsischen Hofokulisten: Georg Bartisch (1535 – 1607) und Joannis Virgilius Casaamata (1741 – 1807)

Jähne M.
Augenklinik, HELIOS Klinikum Aue

Wohl kaum eine andere Stadt in Deutschland besitzt wie die sächsische Landeshauptstadt Dresden so eine ophthalmomedizinhistorische Vergangenheit. Im Jahr 2007 vermerken wir das 400jährige des ersten sowie das 200jährige Todesjahr des letzten kursächsischen Hofokulisten. Der Okulist, Wundarzt und Steinschneider Georg Bartisch, geboren 1535 in Königsbrück bei Dresden, gestorben 1607 in Dresden, hervorgegangen aus dem einfachen Wundarztstand, gilt als der erste Autor eines Lehrbuches der Augenheilkunde in deutscher Sprache: „Ophthalmoduleia – Das ist Augendienst“, welches 1583 in Dresden erschien und etwa 100 Jahre später eine 2. Auflage erfuhr. Mit den über 600 Folioseiten und 88 ganzseitigen Holzschnitten ist es ein Meisterwerk des Buchdruckes in der Renaissance. Neben diesem opus magnum war das Leben von Bartisch gekennzeichnet durch Bildungsbestreben und Wunsch nach Verbesserung der fachlichen Qualifikation sowie Hebung des Berufsethos der damaligen Wundärzte mit einer scharfen Abgrenzung zur Kurpfuscherei. Während Bartisch der erste kursächsische Hofokulist war, gilt der 1741 in Italien geborene Joannis Virgilius Casaamata, gestorben 1807 in Dresden, wo er durch seine Heirat sesshaft geworden war, als der letzte Okulist am sächsischen Hofe. Casaamata wird medizinhistorisch nachgesagt, dass er als erster Okulist überhaupt versucht hat, 1795/1796 in Dresden die operativ erzeugte Aphakie gleichzeitig intraokular durch eine Glaslinse zu korrigieren. Zeitgenössisch wurde in einer Dissertation von R. A. Schiferli (1797) darüber berichtet.

 
Zurück    
Seitenanfang