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Abstract

SA.27.12

Implantationserfahrungen mit der Akreos AO MI60 MICS-Intraokularlinse

von Eicken J, Höh H.
Augenklinik des DBK Neubrandenburg

Ziel: In einer Pilotstudie wurden die Implantationseigenschaften der neu eingeführten Akreos AO MI60 MICS Intraokularlinse (Bausch&Lomb) und des von der Firma dafür empfohlenen Injektorsystems (Viscoject 1.8, Medical) geprüft.
Methode: Von 11/06 bis 1/07 wurden von 3 Operateuren bei 50 Augen mit einer senilen Katarakt über 2 jeweils 1,7mm (22), 1,8mm (9) und 2,0mm (21) lange korneale Inzisionen eine extrakapsuläre Kataraktextraktion in bimanueller Technik durchgeführt. Anschließend wurde die Akreos AO MI60 MICS-Intraokularlinse über das Injektorsystem intrakapsulär implantiert.
Ergebnisse: Die Linse konnte sowohl über einen 1,7mm und 1,8mm großen Zugang mit der Andocktechnik, als auch über einen 2,0mm großen Zugang über die in den Inzisionstunnel geschobene Injektorkartusche gut implantiert werden. In der Regel kam es unabhängig von der Imlantationstechnik, zu einer Schnittdehnung um ca. 0,1mm. Die MICS-IOL zentriert sich nach Implantation selbstständig. Bei 11 Augen wurde die Haptik von dem weichen Injektorstempel eingeklemmt; bei 5 Augen führte dies zu einem partiellen oder kompletten Abriss der am Ende der Haptik befindlichen flexiblen Absorptionszone. Diese Kartusche bedingten Implantationsprobleme traten dann häufiger auf, wenn der Operateur die Linse in die Kartusche eingelegt hatte (23% versus 15%). Eine vorzeitige Entfaltung der Linse in der Inzision wurde in 3 Fällen beobachtet; in einem Fall kam es zum inversen Austritt der Linse aus dem Injektorsystem. Von den Operateuren wurde das Injektorsystem mit „gut“ bewertet.
Schlussfolgerungen: Insgesamt zeigte die Linse hervorragende Implantations- und Selbstzentrierungseigenschaften. Die von uns beobachteten Probleme bei der Implantation der Linse waren auf den relativ weichen Silikonstempel des Injektorsystems zurückzuführen. Sie können durch Verwendung eines härteren Silikonstempels vermieden werden. Die sonstigen genannten Probleme bewegen sich im Rahmen der Lernkurve im Umgang mit dem MICS-Injektorsystem und entsprechen in ihrer Häufigkeit den auch bei anderen MICS-IOL aufgetretenen Problemen.

 
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