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Abstract

SA.19.04

Vitrektomie bei Grubenpapille

Stepanyan A., Wachtlin J., Krause L., Bechrakis N. E., Foerster M. H.
Charité - Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin, Augenklinik

Ziel: Die Grubenpapille ist eine kongenitale Anomalie des Nervus opticus. Es handelt sich um einen Gewebedefekt mit pathologischen Verbindungen zwischen Glaskörper-, Subarachnoidal- und subretinalen Raum. Die Grube erscheint dunkler als das umgebende Papillengewebe, ist rund oder oval und meistens temporal lokalisiert. Komplikationen treten in ca. 50% der Fälle auf. Es sind das Makulaödem, das Makulaforamen, die zentrale Retinoschisis, die epiretinale Gliose und die exsudative zentrale Ablatio.
Methode: Wir untersuchten 23 Patienten mit Grubenpapille. Davon sind 11 Patienten (11 Augen) wegen manifesten Komplikationen zwischen 1996 und 2006 in unserer Klinik vitrektomiert worden.
Ergebnisse: Bei 5 von 11 Augen wurde die Vitrektomie wegen einer zentralen Ablatio durchgeführt. 3 Augen mussten wegen eines Makulaforamens, 1 Auge wegen eines M. Pucker und 2 Augen wegen einer rhegmatogenen Ablatio retinae operiert werden. 6 Augen (55%) mussten wegen erneuter Ablatio oder Ausbildung eines Makulaforamens erneut operiert werden. Das Intervall zwischen den Vitrektomien betrug im Durchschnitt 6.75 Monate. Der Visus konnte in 6 von 11 Fällen durch die Operation stabil (±1 Zeile) und in 3 von 11 Fällen deutlich verbessert (³3 Zeilen) werden. In 2 von 11 Fällen zeigte sich postoperativ ein deutlich schlechterer Visus (mehr als 3 Zeilen).
Schlussfolgerungen: Die Hälfte der von uns untersuchten Patienten mit Grubenpapille wurden operiert. 55% von diesen Patienten zeigten postoperativ Komplikationen bzw. ein Rezidiv. Eine Visusstabilisierung ist jedoch in den meisten Fällen möglich. Daher scheint uns eine Vitrektomie gegenüber dem Spontanverlauf bei Komplikationen der Grubenpapille sinnvoll zu sein.

 
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