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105. DOG-Kongress Home
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AbstractSO.20.14 Interferon in der Therapie intraokularer Entzündungen Deuter C. M. E. Universitätsklinikum Tübingen, Universitäts-Augenklinik, Tübingen Ziel: Konventionelle Immunsuppressiva sind leider oft nicht ausreichend effektiv in der Behandlung schwerer Uveitiden. Typ-1-Interferone stellen einen neuartigen Therapieansatz dar. Insbesondere für Interferon (IFN) alfa haben sich vielversprechende Indikationen in der Therapie intraokularer Entzündungen ergeben. Methode: Eine Literaturübersicht sowie eigene Erfahrungen über den Einsatz von IFN alfa bei intraokularer Entzündung werden vorgestellt. Außerdem werden Empfehlungen zur praktischen Durchführung einer Therapie mit IFN alfa abgeleitet. Ergebnisse: Bislang wurden mehr als 180 Patienten mit schwerem okulärem Morbus Behçet mit IFN alfa behandelt. Trotz Ineffektivität vorheriger konventioneller Immunsuppressiva konnte bei über 90% der Patienten eine Remission erzielt werden. Darüber hinaus belegen eigene Daten, dass IFN alfa über eine Reduktion der Rezidivrate zu einer deutlichen Verbesserung der langfristigen Visusprognose bei Patienten mit okulärem Morbus Behçet führt. In einer Pilotstudie unserer Arbeitsgruppe war es möglich, mit IFN alfa bei Patienten mit chronischem, therapieresistentem zystoidem Makulaödem im Rahmen einer endogenen Uveitis eine komplette Resorption des Makulaödems sowie einen langfristigen Remissionserhalt zu erzielen. Kürzlich wurde auch über vielversprechende Daten zur Behandlung von therapieresistenter serpiginöser Chorioretinitis mit IFN alfa berichtet. Schlussfolgerungen: Interferon hat sich äußerst effektiv in der Behandlung verschiedenartiger intraokularer Entzündungen bzw. deren Komplikationen erwiesen. Weitere Indikationen für diese interessante Substanzgruppe werden sicherlich folgen.
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