DOG Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft 105. DOG-Kongress
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Abstract

DO.13.10

Tamoxifen-Retinopathie: Klinische und funktionelle Daten von 8 Patientinnen

Ritter C., Renner A. B., Krause L., Wachtlin J., Bechrakis N. E., Foerster M. H.
Augenklinik, Charite - Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin

Ziel: Tamoxifen, ein nicht-steroidales Antiöstrogen, wird in der adjuvanten Therapie bei der Behandlung des Mamma-Karzinoms eingesetzt. In seltenen Fällen werden Sehstörungen bzw. ophthalmologische Veränderungen aufgrund von Netzhautfunktionsstörungen unter Tamoxifen-Therapie beobachtet.
Methode: Retrospektive Auswertung von klinischen und funktionellen (Visus, Gesichtsfeld, Farbensehen, ERG) Befunden bei 8 Patientinnen unter Tamoxifen-Therapie
Ergebnisse: 7 der 8 Patientinnen gaben Sehstörungen an. Bei einer Patientin zeigten sich die für die Tamoxifen-Retinopathie typischen kristallinen Ablagerungen im Makulabereich, bei einer weiteren Patientin unklare weißliche Flecken am Fundus. 3 Patientinnen wiesen einen auffälligen Farbsehtest auf, bei 3 Patientinnen lag ein pathologisches ERG vor.
Schlussfolgerungen: In seltenen Fällen werden Tamoxifen-bedingte Netzhautfunktionsstörungen beobachtet. Bei unklaren Sehstörungen sollte eine Tamoxifen-Retinopathie als Ursache mit in Betracht gezogen werden.

 
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