| |
105. DOG-Kongress Home
Grußworte
Organisation, Termine
Ablauf des Kongresses
Preise
Wissenschaftliches Programm
Eröffnungsveranstaltung
Festakt: 150 Jahre DOG
Donnerstag, 20.September
Freitag, 21.September
Samstag, 22.September
Sonntag, 23.September
Poster Sessions
Symposien
Kurse
Satellitenprogramm
Hinweise, Informationen
Rahmenprogramm
Sponsoren, Industrie
DOG-Homepage
|
|
AbstractP 246 Ungewöhnlicher Fall einer kontaktlinsenassoziierten Keratitis mit Nachweis von Akanthamöben in der kulturellen Untersuchung Huchzermeyer C.1, Schörner C.2, Cursiefen C.1 1Universitäts-Augenklinik, 2Institut für klinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene, Universität Erlangen-Nürnberg Ziel: Beschreibung eines Falles von Akanthamöbenkeratitis, in welchem die Diagnosestellung in der mikrobiologischen Kultur erfolgte. Die histopathologische Untersuchung von scraping-Material der Hornhaut war zuvor negativ. Methode: Fallbeschreibung eines 44jährigen Mannes mit Rötung und Schmerzen am rechten Auge seit 2 Wochen, sowie diskretem subepithelialen Infiltrat, Keratopathia superficialis punctata und Zellen in der Vorderkammer. Unter Behandlung mit Cefazolin und Tobramycin als fortified-Augentropfen, lokalen Steroiden sowie lokaler und systemische antiviraler Therapie blieb eine Befundbesserung aus. Es wurde erstmalig der Verdacht einer Akanthamöbenkeratitis geäußert, obwohl Schmerzen, Perineuritis und typisches Ringinfiltrat fehlten. In der histologischen Untersuchung von scraping-Material konnte jedoch kein Nachweis von Akanthamöben erfolgen. Es erfolgte weiterhin eine intensive antimikrobielle und antivirale Therapie. Im Verlauf der weiteren Behandlung bildete sich ein diskretes Hypopyon. Aufgrund des persistierenden Oberflächendefektes erfolgte eine Amnionmembrantransplantation als Patch mit Einsatz einer Verbandslinse. Intraoperativ wurde ein erneutes Hornhautscraping durchgeführt. Diesmal wurde Material in die Mikrobiologie eingesendet. In der Kultur auf E. coli-beschichtetem Agar konnten sowohl Trophozoiten nachgewiesen werden. Ergebnisse: Bei erneuter stationärer Aufnahme zwei Wochen nach Durchführung der AMT wurde, nach Entfernung der Verbandslinse und der Reste der Amnionmembran, eine lokale Therapie mit Propamidine, Chlorhexidin, Polyhexamid, Neomycin und lokalen wie systemischen Steroiden durchgeführt. Es zeigte sich eine vollständige Auflösung des Hypopyons und ein Rückgang des stromalen Infiltrates. Schlussfolgerungen: Die histologische Untersuchung gilt als Goldstandard zum Nachweis von Akanthamöben. Im hier dargestellten Fall gelang die Diagnosestellung jedoch ausschließlich mittels kultureller Untersuchung.
|
|