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AbstractSA.15.03 Aktueller Stand der (mikro)koaxialen versus biaxialen Phakoemulsifikationstechniken Krüger H., Dick H. B. Die aktuellen Entwicklungen in der Kleinstschnittchirurgie beinhalten die biaxiale und die mikrokoaxiale Phakoemulsifikation. Unter biaxialer Phakoemulsifikation wird die Trennung der Irrigation von der Phakoemulsifikationsnadel verstanden. Bei der mikrokoaxialen ist aufgrund der Lumen- und Sleeve-Durchmesserreduktion die Schnittbreite auf maximal 2,2 mm vermindert, so dass potentiell ein besserer selbstdichtender Wundverschluss möglich ist. Ein Nachteil könnte der erhöhte Bedarf an Irrigation sein. In dem Referat werden aktuelle Phakoemulsifikationstechniken (u. a. gepulster Hyperburstultraschall, computergesteuerter gepulster Ultraschall, White Star Technologie) vergleichend dargestellt. Auf der Basis publizierter Arbeiten und eigener klinischer Erfahrungen wird eine kritische Würdigung der verschiedenen Techniken in Abhängigkeit von der zugrunde liegenden Ausgangssituation vorgenommen. Die aktuellen Miniinszisionsintraokularlinsen fließen mit in die Entscheidungsfindung ein. Diese Linsen können durch eine Inzision von 1,8 mm Schnittweite komplikationslos implantiert werden und weisen nach über einem halben Jahr eigener Nachbeobachtung zufriedenstellende Eigenschaften auf. Prospektive randomisierte Studien zeigten für die koaxiale als auch biaxiale Phakoemulsifikation vergleichbare klinische Ergebnisse auf. Im Hinblick auf Endothelzellverlust, Alteration der Blut-Kammerwasser-Schranke, chirurgisch induzierten Astigmatismus, Makuladickenveränderung und mittelfristiger Visusentwicklung zeigte keine Studie einen signifikanten Unterschied, jedoch fand sich bei der biaxialen Phakoemulsifikation eine signifikant frühere visuelle Rehabilitation. Bei komplizierter Ausgangssituation wie z. B. Pseudoexfoliatio lentis und gleichzeitig enger Pupille, harter Linse und lockerer Zonula ist nach eigener Erfahrung die biaxiale der koaxialen Phakoemulsifikation tendenziell überlegen, besonders in Hinblick auf verminderte Phakoemulsifikationsleistung sowie Zonulastress. Zusammenfassend sind beide neuen Operationstechniken eine sinnvolle Erweiterung der chirurgischen Alternativen im Bereich der Kataraktchirurgie. |
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