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Abstract

P 081

In-vitro-Inhibition von humanen Linsenepithelzellen (hLEZ) im Organkulturmodell mittels eines pharmakologisch modifizierten Kapselspannringes zur Prävention der Cataracta secundaria

Kwittner S.1, Weidmann A.2, Nebe B.2,Teller J.3, Beck R.1
1Universitäts-Augenklinik Rostock; 2Klinik für Innere Medizin, Klinische Forschung/Zellbiologie, Universität Rostock; 3Micromod GmbH, Rostock-Warnemünde

Ziel: Die Prävention der Cataracta secundaria stellt noch immer eine Herausforderung in der Ophthalmologie dar, deshalb war es Ziel der Studie, die Wirksamkeit von pharmakologisch modifizierten Kapselspannringen (Mibefradil) auf hLEZ im In-vitro-Nachstar-Organkulturmodell zu untersuchen.
Methode: Mikroverkapselung des Calciumkanalblockers Mibefradil in PLGA (poly-lactic-co-glycolic-acid) mittels Solvent-Evaporations-Verfahren und Kopplung an den Kapselspannring durch Alkoholtrocknung. Mit einem Kapselspannring ausgespannte humane postmortem-Linsenkapseln werden in Organkultur für 20 d inkubiert, mit dem Ziel der Proliferation vorhandener hLEZ. Anschließend erfolgt die Implantation des pharmakologisch modifizierten Kapselspannringes. Mittels MTT- und Live/Dead-Viabilitätstest wird die Wirksamkeit immobilisierten Mibefradils auf proliferierende hLEZ evaluiert.
Ergebnisse: Es zeigt sich sowohl eine signifikante Abnahme vitaler hLEZ, als auch eine deutliche Änderung der Morphologie der noch vorhandenen vitalen hLEZ sowie ein Verlust der Zell-Zell-Kontakte und der Zellfläche nach 24h.
Schlussfolgerungen: Immobilisiertes Mibefradil gebunden an einen Kapselspannring führt unter In-vitro-Bedingungen zur Hemmung von proliferierenden hLEZ im In-vitro-Nachstarmodell. Die Möglichkeit zukünftig im Rahmen der Kataraktchirurgie ein mit Mibefradil beladenen Kapselspannring zu implantieren, der kontinuierlich Wirkstoff freigibt sowie potentiell toxisch nur auf proliferierende Zellen wirkt, stellt somit eine Chance für die Nachstarprophylaxe dar.

 
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