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AbstractSO.20.02 Interferon-induzierte okuläre Sarkoidose? Doycheva D., Deuter C., Stübiger N., Zierhut M. Universitäts-Augenklinik Tübingen Ziel: Interferon alpha, das in der Therapie der Hepatitis, des metastasierenden Hautmelanoms und des Morbus Behçet eingesetzt wird, kann zu zahlreichen okulären Nebenwirkungen führen. Kürzlich wurde erstmals über die Induktion einer okulären Sarkoidose berichtet. Ziel der Studie war eine Analyse der Patienten der Augenklinik hinsichtlich einer Uveitis im Zusammenhang mit einer Interferon-alpha Therapie. Methode: Es wird über 3 Patienten berichtet, die unter einer Interferon-alpha Therapie eine Uveitis mit Hinweisen auf eine okuläre Sarkoidose entwickelt hatten. Als Grunderkrankung bestand bei allen Patienten eine chronische Hepatitis C Virus Infektion. Bei 2 Patienten wurde die Behandlung mit konventionellem Interferon-alpha durchgeführt und in einem Fall mit pegyliertem Interferon alph-2b. Alle Patienten hatten zusätzlich eine Therapie mit Ribavirin. Ergebnisse: Bei allen 3 Patienten wurde eine Panuveitis festgestellt. Das Durchschnittsalter der Patienten betrug 50 Jahre. Die mittlere Dauer der Interferon-Therapie vor Auftreten der okulären Sarkoidose war 10 Monate. In einem Fall wurde die Diagnose durch einen positiven CT-Thoraxbefund bestätigt. Bei 1 Patienten wurde ein erhöhter ACE-Spiegel festgestellt. Alle Patienten zeigten klinisch eine granulomatöse Uveitis mit Granulomen unterschiedlicher Größe am Fundus, bei einem Patienten fanden sich zusätzlich Snowballs. Therapeutisch musste bei einer Patientin (unter dem Verdacht einer Endopthalmitis) eine Vitrektomie durchgeführt werden, während die anderen Patienten nach Reduktion des Interferons einen deutlichen Rückgang der Uveitis aufwiesen. Die Therapie mit Ribavirin wurde unverändert beibehalten. Schlussfolgerungen: Eine Uveitis kann möglicherweise ein Hinweis auf eine durch Interferon-induzierte Sarkoidose sein, die typischerweise eher ohne wesentliche Lungenbeteiligung einhergeht, wie auch in der spärlichen bisherigen Literatur berichtet. Früh erkannt scheint die Prognose für die Uveitis gut zu sein. Bisher sind allerdings keine Behçet-Patienten beschrieben, die eine Sarkoidose unter Interferon entwickelt haben.
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