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105. DOG-Kongress Home
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AbstractFR.19.03 Visusentwicklung nach beidseitiger Katarakt-OP bei congenitaler Katarakt Kooperation des St. Joseph Hospitals in Kinshasa und der Universitäts-Augenklinik Rostock Kraak R.1, Guthoff R.F.1, Hopkins A.D.2, Kilangalanga N.2 1Augenklinik, Universität Rostock, 2Hopital St. Joseph, Kinshasa Ziel: Seit dem Jahr 2002 besteht eine Kooperation zwischen dem St. Joseph Hospital in Kinshasa (Kongo) und der Universitätsaugenklinik Rostock. Während dieses Zeitraums wurden in Kinshasa gemeinsam über 600 Operationen, davon fast 200 kindliche bilaterale congenitale Katarakte, durchgeführt. Methode: Es werden anhand retrospektiver Erhebungen und aktueller Nachuntersuchungen die postoperative Visusentwicklung von 61 Kindern, zum Zeitpunkt der Operation zwischen 1 und 14 Jahren alt (6,8±4,0 Jahre), die eine beidseitige extrakapsulärer Kataraktextraktion mit Implantation einer Hinterkammerlinse bei bilateraler congenitaler Katarakt erhalten hatten sowie der Stand einer anschließenden adäquaten Brillenversorgung dargestellt. Ergebnisse: Der präoperative Visus des besseren Auges betrug bei 53 (87%) Kindern maximal Fingerzählen, war nicht erhebar oder nicht mehr eruierbar, bei den übrigen 8 (13%) Kindern ließ sich ein mittlerer Visus von 0,14±0,05 ermitteln. Der postoperative Visus zum Zeitpunkt der Untersuchung, durchschnittlich 3,7 Jahre nach beidseitiger Kataraktoperation, war am besseren Auge bei 14 (23%) Kindern maximal Fingerzählen bzw. nicht erhebbar, bei den übrigen 47 (77%) Kindern im Mittel 0,34±0,19, am schlechteren Auge bei 20 (33%) Kindern maximal Fingerzählen oder nicht erhebbar, bei den übrigen 41 (67%) Kindern betrug der Visus im Mittel 0,28±0,13. Lesefähigkeit (Visus des besseren Auges ³0,4) ließ sich bei 14 (23%) Kindern erreichen. Eine adäquate postoperative Brillenversorgung war nur in 23% der Fälle zu konstatieren. Schlussfolgerungen: Die beidseitige extrakapsulärer Kataraktextraktion mit Implantation einer Hinterkammerlinse bei beidseitiger congenitaler Katarakt führte bei der Mehrzahl der operierten Kinder zu einem deutlichen Visusanstieg und einer erheblichen Steigerung der Lebensqualität.Die zukünftige Zusammenarbeit sollte Maßnahmen, die auch eine adäquate Brillenversorgung gewährleisten, stärker berücksichtigen.
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