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AbstractP 166 Dynamic Color-Doppler-Imaging (dCDI): Der Effekt einer Stimulation der Netzhaut mit Flickerlicht auf die retrobulbäre Durchblutung Zeitz O., Hufnagel D., Praga R., Wagenfeld L., Galambos P., Wiermann A., Matthiesen N., Richard G., Klemm M. Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf Ziel: Eine Flickerlichtstimulation der Netzhaut führt über metabolische Regulationsmechanismen zu einer Veränderungen des Vasotonus und der Durchblutung. Dieser Effekt wird z.B. für die retinale Gefäßanalyse mit dem Retinal Vessel Analyzer (RVA) ausgenutzt. In der hier vorgestellte Arbeit untersucht, ob der Flickerlichteffekt auch durch retrobulbäre Doppler-sonographische Messungen nachweisbar ist. Methode: Gesunde Probanden und Glaukompatienten wurden einer Doppler-sonographischen Untersuchung eines Auges unterzogen. Die Untersuchungen wurden mit einem Siemens Elegra Ultraschallsystem (Schallkopf 7.5L40; 9.5 MHz) durchgeführt. In der A. centralis retinae wurde die systolische Spitzenflussgeschwindigkeit (PSV) und die end-diastolische Geschwindigkeit (EDV) gemessen. Nach einer Baseline-Messung wurde das Auge mit hellem Flickerlicht (10 Hz) beleuchtet. Die Doppler-sonographische Messung in der A. centralis retinae wurde nach 15s Flickerbeleuchtung, kurz nach Ende der Flickerbeleuchtung, sowie eine und zwei Minuten nach Flickerbleuchtung durchgeführt. Ergebnisse: Flickerlichtstimulation führt bei gesunden Probanden zu einem Anstieg der EDV von 1.8±0.3 auf 2.6±0.4 cm/s (n=9;P<0.05). Die PSV zeigte einen tendenziellen Anstieg von 9.0±0.9 auf 10.3±1.0 cm/s (n=9;n.s.). Eine Minute nach Beendigung der Flickerlichtstimulation waren die Ausgangswerte für PSV und EDV wieder erreicht. Bei Glaukompatienten war keine statistisch signifikante Änderung von PSV und EDV unter Flickerlichtstimulation nachweisbar (EDV: vor Flicker 1.1±0.3 vs. 1.9±0.3 cm/s während Flicker; PSV: 8.3±0.9 vs. 8.8±0.8 cm/s; n=10; n.s. für EDV und PSV). Schlussfolgerungen: Die Flickerlichtinduzierte Vasodilatation retinaler Gefäße führt zur Veränderungen der retrobulbären Hämdoynamik. In der kleinen untersuchten Fallserie zeichnet sich möglicherweise ein Unterschied zwischen Gesunden und Glaukompatienten ab. Die dCDI könnte eine Alternative zum RVA sein, wenn diese Untersuchung z.B. wegen getrübter Medien nicht durchführbar ist.
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