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AbstractSO.11.08 Intravitreales Bevacizumab (Avastin®) bei Patienten mit Makulaödem nach retinalen Venenverschlüssen: 9-Monatsergebnisse Prager F., Michels S., Kriechbaum K., Georgopoulos M., Polak K., Funk M., Schmidt-Erfurth U. Abteilung für Augenheilkunde, Medizinische Universität Wien Ziel: Funktionelle und anatomische Ergebnisse nach intravitreal injiziertem Bevacizumab (Avastin®) bei Patienten mit Makulaödem nach Zentral- oder Astvenenthrombose. Methode: In einer prospektiven, durch die Ethikkommission genehmigten, klinischen Studie wurden 29 Patienten (7 Zentral- und 22 Astvenenthrombosen) mit 3 initialen intravitrealen Bevacizumab (1mg) Injektionen behandelt. Die Patienten erhielten zusätzliche Behandlungen, solange ein intraretinales Ödem in der OCT nachweisbar war. Primäres Studienergebnis war der mittlere ETDRS Visusverlauf. Zu den sekundären Studienergebnissen gehörten die durchschnittliche zentrale Netzhautdicke, gemessen mit der OCT, die Anzahl der Wiederbehandlungen sowie Veränderungen der avaskulären Areale in der Fluoreszenzangiographie (FLA). Desweiteren wurden lokale und systemische Nebenwirkungen evaluiert. Ergebnisse: Nach den drei initialen intraokulären Injektionen zeigte sich ein durschnittlicher Visusanstieg um 2,6 Zeilen (+13 Buchstaben; p<0.0001) sowie eine Abnahme der mittleren Netzhautdicke auf 328 μm (-229 μm; p<0.0001). Auch die Ergebnisse nach 9 Monaten zeigten weiterhin eine im Vergleich zu Baseline signifikante Visusverbesserung um 2,4 Zeilen (+12 Buchstaben; p<0.0001) und eine ebenfalls signifikante Abnahme der Netzhautdicke auf 335 μm (-222 μm; p<0.0001). Die Patienten erhielten im Schnitt 6,5 Behandlungen nach 9 Monaten. Es wurden keine systemischen oder okulären Nebenwirkungen beobachtet, insbesondere keine Zunahme von avaskulären Arealen in der FLA. Schlussfolgerungen: Nach einem Beobachtungszeitraum von 9 Monaten zeigte sich bei Patienten mit Makulaödem nach Zentral- oder Venenastverschluss, die mit Bevacizumab behandelt wurden, eine signifikante Verbesserung des Visus sowie eine signifikante Abnahme der zentralen Netzhautdicke. Die OCT zeigt sich als geeignetes Untersuchungsverfahren in der Nachbeobachtung von Patienten mit retinalen Venenverschlüssen unter Bevacizumab Therapie. Weitere Kontrollen im Rahmen der Studie werden zusätzliche Informationen über Verträglichkeit und Effektdauer dieser neuen Therapie liefern.
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