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AbstractDO.18.06 Zum Einfluss der Tageszeit auf den Schielwinkel Daenicke L., Bau V., Duncker G. I. W. Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Ziel: Die klinische Erfahrung zeigt, dass Schielwinkel keine statische Größe sind, sondern Schwankungen unterliegen. In der vorliegenden Studie sollte der Einfluss der Tageszeit untersucht werden. Methode: Im Rahmen einer prospektiven klinischen Studie wurden bei n=143 Patienten mit Strabismus concomitans (convergens n=76, divergens n=67) und zentraler Fixation die Schielwinkel mittels Maddox-Kreuz in 1 m und alternierendem Prismencovertest (APCT) in 5 m und 33 cm zu verschiedenen Tageszeiten (8-10, 12-14, 17-21Uhr) gemessen. Ergebnisse: Es konnte eine signifikante Zunahme des mittels APCT in 33 cm gemessenen Schielwinkel nachgewiesen werden, während der APCT in 5 m und die Winkel am Maddoxkreuz keine signifikante Änderung im Tagesverlauf zeigten. Dies galt sowohl für convergente als auch divergente Abweichungen. 106 Patienten (74%) zeigten eine Winkelveränderung im APCT 33 cm, diese beträgt im Schnitt 4,6 cm/m. Bei convergenten Abweichungen zeigte sich dieser Effekt nur bei Erstoperationen. Dieser kam bei vorhandenen Binokularfunktionen in divergenten Abweichungen besonders zum Tragen. Andere Einflussfaktoren konnten nicht identifiziert werden. Schlussfolgerungen: Im Tagesverlauf zeigte sich eine signifikante und klinisch relevante Vergrößerung der Schielwinkel bei Nahfixation in allen Schielformen. Besonders betroffen scheinen nicht voroperierte konvergente Schieler als auch Patienten mit Divergenzstrabismus und vorhandenem Binokularsehen zu sein. Die vorliegenden Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit mehrmaliger präoperativer Schielwinkelmessungen insbesondere zu verschiedenen Tageszeiten.
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