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AbstractP 074 Kalzium ein Modulator des Wachstums: der Einfluss der Blockierung spannungsabhängiger Kalziumkanäle in humanen Linsenepithelzellen (hLEZ) Meißner A., Noack T. Institut für Physiologie, Universität Rostock Ziel: Kalzium ist ein wichtiger Bestandteil in einer Reihe zellulärer Regulationsprozesse wie bspw. bei der Kontrolle des Starts der G1-Phase des Zellzyklus. Es wurde bereits vermutet, dass intrazelluläre Kalziumkonzentrationen eine entscheidende Rolle bei der Proliferation spielen. einer der Hauptwege des Ions in die Zelle stellen spannungsabhängige Kalziumkanäle (Cav) dar, deren Existenz in diesen Zellen von uns bereits bewiesen worden ist. Hier sollte untersucht werden, ob der Kalziumeinstrom über Cav Einfluss auf die Regulation der Proliferation haben könnten. Methode: Die Proliferation wurde in Zellkultur Assays untersucht, bei denen die L- und T- Typ Cav-Blocker Mibefradil und Verapamil als Modulatoren des Kalziumeinstroms eingesetzt wurden. Der Kalziumeinstrim wurde mit Hilfe der Mangan-Quench-Technik dargestellt. Westernblot Experiment wurden nach Standardbedingungen mit Antikörpern gegen C-Raf, ERK und CaMKII durchgeführt. Für die PCR-Versuche wurde zunächst RNA oder genomische DNA isoliert und amplifiziert. Ergebnisse: Sowohl Mibefradil als auch Verapamil verminderten in verschiedenen Konzentration das wachstum von HLE-B3 Zellen. Weiterhin wurde die Aktivität von C-Raf, ERK1/2 und CaMKII durch beide Antagonisten reduziert. der Kalziumeinstrom wurde in Gegenwart der beiden Blocken ebenfalls vermindert: Mangan quenchte das Fluoreszenzsignal in Kontrolzellen nach 1 min rapide auf 57±3% (n=3; p<0.05). In Gegenwart von 10 µM Mibefradil wurde das Signal nach 1 min auf nur 67±2% (n=3; p<0.05) vermindert. Verapamil beeinflusste den Einstrom ebenfalls, allerdings weniger als Mibefradil. Schlussfolgerungen: Wir schlussfolgern daher, dass ein Einstrom von Kalzium über die Cavs einen entscheidenden Beitrag zur Regulation der hLEZ Proliferation leistet. Cav Antagonisten wie Mibefradil könnten daher eine Rolle als potenzielle therapeutische Substanzen bei Erkrankungen wie bspw. PCO spielen.
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