DOG Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft 105. DOG-Kongress
  English Site  
  105. DOG-Kongress Home

Grußworte
Organisation, Termine
Ablauf des Kongresses
Preise

Wissenschaftliches Programm
Eröffnungsveranstaltung
Festakt: 150 Jahre DOG
Donnerstag, 20.September
Freitag, 21.September
Samstag, 22.September
Sonntag, 23.September
Poster Sessions
Symposien
Kurse
Satellitenprogramm

Hinweise, Informationen
Rahmenprogramm
Sponsoren, Industrie

DOG-Homepage
 

Abstract

SO.05.02

Die "International Classification of Functioning, Disability and Health" (ICF) als neues Instrument für das Monitoring der Rehabilitation sehbehinderter Patienten

Fröhlich S. J.1, Cieza A.2, Stucki G.2, Colenbrander A.3, Kampik A.1
1
Augenklinik der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU), München; 2ICF Research Branch des WHO FIC Collaborating Center, LMU München; 3International Council of Ophthalmology (ICO)

Die Einführung der "International Classification of Functioning, Disability and Health" (ICF) durch die World Health Assembly im Mai 2001 stellte ein Schlüsselereignis für Medizin und Gesellschaft dar. Fähigkeiten und Einschränkungen eines Patienten werden mit persönlichen Faktoren sowie bestimmten Umweltbedingungen assoziiert und mit den Komponenten "Körperfunktionen", "Körperstrukturen" sowie "Aktivitäten und Partizipation" abgebildet. Die ICF entstand durch einen langjährigen internationalen Konsensus-Prozess und wird sich zu einem Standard zur Beschreibung der Funktionalität von Patienten entwickeln. Es bleibt Aufgabe der verschiedenen medizinischen Disziplinen, die ICF-Kategorien für den eigenen Fachbereich zu definieren. In einer internationalen Kooperation mit der WHO und dem ICO sollen über die Durchführung standardisierter Methoden "ICF Core Sets for Low Vision" entwickelt werden, welche die Perspektive der Wissenschaft, verschiedener an der Rehabilitation sehbehinderter Patienten beteiligten Berufsgruppen, aber auch die Perspektive der Patienten berücksichtigen. Die ICF soll bei der Evaluierung für die Rehabilitation notwendiger Mittel und Interventionsmethoden sowie zur Beschreibung des Erfolges bestimmter Rehabilitationsmaßnahmen eingesetzt werden. In diesem Zusammenhang involviert die ICF u.a. auch Sektoren wie Erziehung, Arbeitswesen, Krankenversicherung, Schwerbehindertengesetz und Statistik. Die ICF erleichtert durch seinen Codierungscharakter den Dialog zwischen unterschiedlichen Berufsgruppen und ermöglicht durch seine Terminologie und Definitionen eine bessere Vergleichbarkeit internationaler Studien im Low Vision-Bereich.
Das Referat geht auf den Hintergrund des "bio-psycho-sozialen" Modells der ICF, die einzelnen Methoden zur Erstellung der Kategorien sowie auf den praktischen Nutzen für die Augenheilkunde ein.

 
Zurück    
Seitenanfang