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Abstract

P 073

Analyse der Tränenproteinveränderungen in der Tränenflüssigkeit von Patienten mit allergischer Konjunktivitis ohne und mit Antihistaminikatherapie im Vergleich zu Gesunden mittels SELDI ProteinChip-Technik

Lang M.1, Wiegel N.2, Grus F. H.2 
1Augenklink Klinikum Darmstadt, 2Universitäts-Augenklinik, Mainz

Ziel: Die Diagnose der allergischen Konjunktivitis basiert im klinischen Alltag auf den klinischen Symptomen und neben dem IgE-Lacrytest und der impressionszytologischen Diagnostik vermehrt auf systemischen Testverfahren, die jedoch zum Teil für die Ausprägung der allergischen Konjunktivitis nur ungenaue Ergebnisse liefern. Mit Hilfe der SELDI ProteinChip-Technik (surface enhanced laser desorption ionization) sollte untersucht werden, ob in der Tränenflüssigkeit bei allergischer Konjunktivitis spezielle Proteinveränderungen vorhanden sind, die als Biomarker genutzt werden könnten.
Methode: Es wurden 128 Augen untersucht (74 von Allergikern ohne Antihistaminika Therapie und 54 von Allergikern mit Therapie). Die Tränenproben wurden mittels SELDI-ProteinChip-Technik massenspektrometrisch untersucht, mittels multivariater Statistik analysiert und mit den Ergebnissen gesunder Probanden verglichen.
Ergebnisse: In der Diskriminanzanalyse zeigte sich ein statistisch signifikanter Unterschied zwischen der Gruppe der Allergiker mit und ohne Therapie im Vergleich zu den untersuchten Tränenproben von gesunden Probanden. Die meisten Tränenproteine zeigten eine deutliche Konzentrationsabsenkung.
Schlussfolgerungen: Es konnte gezeigt werden, dass die biochemische, quantitative Analyse der Tränenproteine mittels SELDI- ProteinChip-Technik ein Ansatz zur erleichterten Diagnostik einer saisonalen Konjunktivitis darstellt. Im Gegensatz zur SDS-Gelelektrophorese zeigt sich eine deutlich differenziertere Auftrennung der Proteine und Peptide. Speziell in den niedermolekularen Bereichen lassen sich Änderungen in der Tränenflüssigkeit bei allergischer Konjunktivitis feststellen.

 
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