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Abstract

DO.13.08

Evaluierung der Läsionsgröße in choroidalen Neovaskularisationen mit Hilfe der hochauflösenden optischen Kohärenztomographie

Golbaz I., Ahlers C., Simader C., Geitzenauer W., Ritter M., Prünte C., Schmidt-Erfurth U.
Abteilung für Augenheilkunde, Medizinische Universität Wien

Ziel: Die Läsionsgrösse choroidaler Neovaskularisationen (CNV) in der Fluoreszenzangiographie (FA) wird in vielen Studien als Kriterium genutzt. Dieser Parameter ist aufgrund von Staining und Blockadephänomenen jedoch häufig schwer zu bestimmen. Die herkömmliche optische Kohärenztomographie löste diese Problematik wegen begrenzter technischer Möglichkeiten nicht. Die hochauflösende optische Kohärenztomographie (HR-OCT) bietet die Möglichkeit, die Läsionsgrösse genauer zu quantifizieren. In dieser Studie wurde die Beurteilung dieses Parameters durch ein HR-OCT mit der einer FA verglichen.
Methode: 15 Patienten mit aktiver CNV und Pigmentepithelabhebung (PED) wurden inkludiert. Die dreidimensionale Bildgebung erfolgte durch ein rasterscannendes HR-OCT-System (Cirrus® Prototyp) mit einer axialen Auflösung von 6µm und einer Scangeschwindigkeit von 20kA-Scans pro Sekunde. Der gescannte Bereich maß 6*6*2mm3. Angiographien wurden mit dem HRA2 (Heidelberg Engineering) nach Standardprotokoll durchgeführt.
Ergebnisse: CNV Läsionen bestehen u.a. aus subretinaler Flüssigkeit (SRF), Pigmentepithelabhebungen (PED) sowie Pigmentepithel- und Netzhautverdickungen, deren Ausdehnungen im HR-OCT exakt bestimmt werden können. Die Läsionsbasis kann durch Falschfarbendarstelllung in ihre einzelnen Kompartimente aufgeteilt werden. Vergleiche zwischen HR-OCT und FA-Befunden zeigen, dass PEDs und SRF im HR-OCT deutlich besser detektiert werden können als in der FA.
Schlussfolgerungen: Im Gegensatz zur FA erlaubt die Darstellung der Läsionsbasis im HR-OCT eine detaillierte Unterscheidung zwischen PED sowie intra- und subretinaler Flüssigkeit. Die topographischen Beziehungen der verschiedenen retinalen Gewebeschichten können exakt berechnet und im Verlauf beurteilt werden. Damit ermöglicht die HR-OCT-Darstellung erstmals den direkten Vergleich eines gescannten Areals mit der FA. Dies kann zum besseren Verständnis von charakteristischen Befunden in beiden Methoden führen.

 
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