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105. DOG-Kongress Home
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AbstractFR.18.07 Virtuelle Elektrodenrotation beim multifokalen VEP Bach M. Sektion Funktionelle Sehforschung, Universitäts-Augenklinik Freiburg Ziel: Sowohl die Amplitude wie die Polarität des multifokalen VEPs (mfVEP) variiert stark innerhalb des Gesichtsfelds. Dies ist auf die komplexe Einfaltung des visuellen Kortex zurückzuführen, wodurch die lokalen Dipole unterschiedlich auf die Elektroden projizieren. Das Problem wurde bisher durch die individuelle Wahl der besten Elektrode (winner takes all, WTA) gelöst. Zwei Probleme bleiben: die Polarität der Kurven ist fast willkürlich, und die statistischen Eigenschaften des nichtlinearen WTA sind problematisch. Methode: Ein neuartiges Analyseverfahren, entsprechend einer virtuellen Rotation, richtet mit einer linearen Kombination aller n Kanäle die Projektion aller Dipole aus. Die Gewichte von -1 bis +1 liegen als Randbedingung auf einer n-dimensionalen Kugel und werden durch Optimierung eines Antwortmaßes ermittelt. Dazu dient die größte Antwort als Muster, und eine Kreuzkorrelation im Bereich von ±10 ms erlaubt zusätzlich Latenzkartierung. Ergebnisse: Bei 12 Probanden und 3-kanaliger Ableitung war das mittlere Signal-Rauschverhältnis basierend auf rotierten Kanälen um 32% besser als bei WTA. Alle mfVEP-Kurven zeigten danach eine P100 positiv Konfiguration. Schlussfolgerungen: Die virtuelle Elektrodenrotation verbessert etwas das Signal-Rauschverhältnis des mfVEP. Wichtiger ist die Gleichrichtung, die konventionelle Kurvenausmessung zulässt, günstiger als über rauschanfällige Effektivwertbestimmung (RMS).
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