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Abstract

SO.15.05

Glaukom und Papillengröße

Hoffmann E. M.1, Weinreb R. N.2, Pfeiffer N.1
1Universitäts-Augenklinik Mainz; 2Hamilton Glaucoma Center, UC San Diego, USA

Im Rahmen der Glaukomdiagnostik ist die Beurteilung der Papille wichtig. Um charakteristische Veränderungen festzustellen, sollten die Papillengröße und die Form des neuroretinalen Randsaumes und der Exkavation beurteilt werden. Die Größe des neuroretinalen Randsaumes und der Exkavation variiert mit der Papillengröße. Verschiedene Faktoren erschweren die Beurteilung, ob die Papillengröße ein unabhängiger Risikofaktor der Glaukomentstehung ist. Erstens werden mit den zur Verfügung stehenden Verfahren (Histologie, Spaltlampe, Scanning Laser Ophthalmokopie, Planimetrie etc.) unterschiedliche Resultate der Papillengrößen-Messung erzielt, welches zu einer eingeschränkten Vergleichbarkeit zwischen Studien führt. Zweitens, die interindividuelle Variabilität der Papillengröße ist enorm (z.B. dunkelhäutige Bevölkerung). Drittens kann die Größe einer Papille den Augenarzt hinsichtlich der Diagnosestellung beeinflussen. So werden große Papillen eher als glaukomverdächtig eingestuft als kleine Papillen. Falls die Papillengröße eine Rolle als unabhängiger Risikofaktor für die Glaukome spielt, dann müssen auch die anatomischen Strukturen der Papille untersucht werden, um zu untersuchen, ob es bestimmte Muster gibt die für ein erhöhtes Glaukomrisiko sprechen. Dieses Referat befasst sich mit dem Einfluss verschiedener Messverfahren auf die Resultate der Papillengrößen-Messung. Außerdem werden populationsspezifische Unterschiede bezüglich der Papillengröße im Hinblick auf die Suszeptibilität des Glaukoms diskutiert. Der Einfluss der Papillengröße auf das Erscheinungsbild der Papille und der mögliche Zusammenhang mit einer Glaukomprädisposition werden ebenfalls erläutert.

 
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